Textdaten
Autor: Johanna Ambrosius
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Im Traum
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 475
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Neue Gedichte von Johanna Ambrosius
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[475]
Im Traum.


Kannst du auch nie das Lied vergessen,
Dem deine Seele einst gelauscht,
So wie das Glück, das, nie besessen,
Nur pfeilschnell dir vorbeigerauscht –

5
Es bringt doch manche Nacht dir Bilder

So farbenreich, du fass’st sie kaum,
Das herbste Weh wird weicher, milder
Im gottgesandten, sanften Traum.

Dann steigt sie auf zur Geisterstunde,

10
Die Liebe, die bei Tag dich mied,

Und singt mit süß bethörtem Munde
Das alte unvergess’ne Lied.

Und wie sie singt, hast du vergessen,
Daß dir der Tag nichts hat gebracht,

15
Sie giebt dir, was du nie besessen,

All jenes Glück – im Traum der Nacht.