Geschichte von Kloster Heilsbronn/Frauenthal

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10. Frauenthal,

Cisterzienser-Nonnenkloster bei Equarhofen, hundert Jahre später als Heilsbronn gestiftet. Visitatoren und Beichtväter in diesem Kloster waren nicht die Äbte von Heilsbronn, sondern die Äbte des nahe bei Frauenthal gelegenen Cisterzienserklosters Brumbach. Das Kloster Heilsbronn erwarb einige Gefälle in der Frauenthaler Markung, darunter auch von Grundstücken, welche dem Nonnenkloster gehörten. Die Nonnen waren bei der Entrichtung dieser Gefälle bisweilen säumig, oder, wenn es sich um Zehnten von „Heidegerten“ (Neubrüchen) handelte, renitent, was manchmal Kollisionen und Prozesse herbeiführte. Bisweilen erholten sich die Klosterfrauen auch Raths in Heilsbronn, z. B. 1527 beim 26. Abt Wenk in folgender Angelegenheit: Nach dem Tode einer Äbtissin in Himmelthal fanden die dortigen Nonnen in ihrer Mitte keine, die sich zur Äbtissin eignete. Sie baten daher die Äbtissin Magdalena in Frauenthal, eine dortige Schwester, die sich zur Äbtissin eigne, nach Himmelthal abzuordnen. Magdalena [406] sandte zwei Schwestern dahin: Regina Truchseßin und Barbara Hirscheidin. Diesen gab sie ein mit dem Abtei- und dem Konventssiegel besiegeltes Dokument mit, worin die beiden Abgeordneten ehenvoll charakterisirt und ihrer Verpflichtungen gegen das Kloster Frauenthal entbunden wurden. Dieses Dokument trug zwar das Datum Frauenthal; es war aber vom Richter Hartung in Heilsbronn gefertigt worden. Die Truchseßin wurde Äbtissin in Himmelthal; die Hirscheidin blieb gleichfalls dort. Im Jahre 1533 erbat sich die Äbtissin Anna von Cottenheim den Rath des 27. Abts Schopper (s. dort), als ihr von Onolzbach aus die Einführung der Kirchenordnung des Markgrafen Georg anbefohlen wurde. Der Markgraf Georg hob das Kloster Frauenthal auf, zog die Güter ein und ließ dieselben durch den Verwalter Hans Strebel administriren.