Hauptmenü öffnen
Textdaten
Autor: Carl Robert
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Eine verkannte Ilias-Illustration
Untertitel:
aus: Hermes. Zeitschrift für classische Philologie, Band 57, S. 320
Herausgeber: Georg Kaibel, Carl Robert
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1922
Verlag: Weidmannsche Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Gallica, Kopie des Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

[320]

EINE VERKANNTE ILIAS-ILLUSTRATION.

Eine attische rotfigurige Vase aus Kamarina (Atti d. Lincei XIV Taf. 49 S. 802f.), deren Darstellung von dem Herausgeber für den Auszug eines Kriegers gehalten wird, führt uns den grollenden Meleager nach der Erzählung des Phoinix (I 529ff.) vor. In einer Stellung, die an den Hektor des Polygnot und den Ares des Parthenonfrieses erinnert, nimmt der auf einem Stuhle sitzende Sohn der Althaia, eine riesige Gestalt, die Mitte ein, in höchster Erregung den Kopf nach Oineus wendend, der ihn vergeblich zu erweichen sucht. Aber von der andern Seite tritt seine Gattin Kleopatra an ihn heran und reicht ihm Helm und Schild. Hinter ihr steht ein Krieger, wohl Tydeus, den ja auch Euripides im Gegensatz zu der älteren Sage damals schon geboren und erwachsen sein läßt. Höchst eindrucksvolle Darstellung, etwa der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts.

† C. ROBERT.