Die Zwerge bei Dardesheim

Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Die Zwerge bei Dardesheim
Untertitel:
aus: Deutsche Sagen, Band 1, S. 230–231
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1816
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google, Commons
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[230]
154.
Die Zwerge bei Dardesheim.
Otmar.

Dardesheim ist ein Städtchen zwischen Halberstadt und Braunschweig. Dicht an seiner nordöstlichen Seite fließt ein Quell des schönsten Wassers, welcher der Smansborn (Leßmannsborn) heißt und aus einem Berge quillt, in dem vormals die Zwerge wohnten. Wenn die ehmaligen Einwohner der Gegend ein Feierkleid oder zu einer Hochzeit ein seltenes Geräthe brauchten, so gingen sie vor diesen Zwergberg, klopften [231] dreimal an und sagten mit deutlicher, vernehmlicher Stimme ihr Anliegen, und

frühmorgens eh die Sonn aufgeht,
schon alles vor dem Berge steht.

Die Zwerge fanden sich hinlänglich belohnt, wenn ihnen etwas von den festlichen Speisen vor den Berg hingesetzt wurde. Nachher allmälig störten Streitigkeiten das gute Vernehmen des Zwergvolks und der Landeseinwohner. Anfangs auf kurze Zeit, aber endlich wanderten die Zwerge aus, weil ihnen die Neckworte und Spöttereien vieler Bauern unerträglich waren, so wie der Undank für erwiesene Gefälligkeiten. Seit der Zeit sieht und hört man keine Zwerge mehr.