Die Linde von Eckertsdorf

Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Linde von Eckertsdorf
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 130–131
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[101]
Die Gartenlaube (1898) b 0101.jpg

Deutschlands merkwürdige Bäume: die Linde von Eckertsdorf.
Nach einer Skizze von H. Matthiae gezeichnet von W. Hoffmann.

[130] Deutschlands merkwürdige Bäume: die Linde von Eckertsdorf. (Zu dem Bilde S. 101.) Acht Kilometer von der Bahnstation Rudezany in Ostpreußen steht in der Oberförsterei Gudczanka unweit des Dorfes Eckertsdorf auf einem kleinen Hügel die merkwürdige Linde, die wir unsern Lesern im Bilde vorführen. Sie ist durch einen mächtigen, etwa 1,10 m über die Erde hervorragenden, in der Mitte gespaltenen Steinblock gewachsen. Ihre Höhe beträgt etwa 15 m und ihre Krone ist frisch und gesund, während die unteren Aeste bis 3½ m Höhe über dem Boden abgestorben sind. Soweit der Stamm durch den Steinspalt geht, [131] ist er glatt zusammengedrückt, oberhalb desselben zeigt er aber bei einem Durchmesser von 0,3 m seine natürliche Rundung. Sowohl der Stamm wie die abgestorbenen Aeste sind mit zahlreichen eingeschnittenen Inschriften, Buchstaben und Jahreszahlen, bedeckt.

Um dem Publikum diesen eigenartigen Baum zugänglich zu machen, hat die Forstverwaltung einen bequemen Fußpfad von der Landstraße ab herstellen lassen. Der Boden um den Stein herum ist vom Moos befreit und mit sauberem Kies bedeckt. Einwohner der Umgegend schätzen das Alter des Baumes auf etwa hundert Jahre.