Die Fahrradtaxameterdroschke

Textdaten
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Autor: P. G.
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Titel: Die Fahrradtaxameterdroschke
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 51, S. 876 a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[876 a]
Die Gartenlaube (1896) b 0876 a.jpg

Die Fahrradtaxameterdroschke.
Nach einer Aufnahme von Zander und Labisch in Berlin.

Die Fahrradtaxameterdroschke. Es zweifelt wohl niemand mehr daran, daß dem Fahrrad eine große Zukunft als Verkehrsmittel, und zwar durchaus nicht bloß zu Sportzwecken, offen steht. In den großen Städten sieht man ja schon längst Diener mit Paketen, Ordonnanzen, Postboten, Dienstmänner etc. auf dem schnellen Rade dahinsausen. Das Allerneueste auf diesem Gebiete aber ist wohl die von Direktor Hofmann in Berlin erfundene Fahrradtaxameterdroschke, die man jetzt in dem Straßenverkehr der Reichshauptstadt auftauchen sieht. Der als Sitz für den Fahrgast dienende Ledersessel ruht auf den Federn der Hinterachse des Dreirades. Dem Führer, der diese eigenartige Droschke in Bewegung setzt, kehrt der Fahrgast den Rücken zu; bei schlechtem Wetter kann über seinem Sessel ein Verdeck ausgespannt werden, Füße und Beine schützt dann außerdem ein Schntzleder. Ist beides überflüssig, so liegen Verdeck und Schutzleder zusammengeklappt hinter der Rückenlehne. Die Fahrgeschwindigkeit dieser Droschken läßt sich bis zu 250 Metern in der Minute steigern; der Fahrpreis ist mit 10 Pfennig für je 400 Meter bemessen und wird durch einen Taxameterapparat (mechanischer Preisanzeiger) angegeben.

P. G.