Der heilige See bei Neuhoff

Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Der heilige See bei Neuhoff
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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19. Der heilige See bei Neuhoff.

Bei dem Dorfe Neuhoff, unweit der Elbe im Amte Wolmirstedt, befindet sich ein See, welcher der heilige See genannt wird. Zu den Zeiten des sieben und zwanzigsten Erzbischofs von Magdeburg, Burkhard, welcher auf dem Stuhle saß vom Jahre 1295 bis zum Jahre 1304, war dieser See voll böser Geister und Gespenster; diese erschreckten die Fischer und Schiffleute zum öftern, thaten ihnen vielen Schaden, und ersäuften und brachten manchen Mann gar jämmerlich ums Leben. Wie solches der Erzbischof Burkhard vernommen, ein sehr frommer und gottesfürchtiger Herr, ist er in großer Innigkeit dahin gezogen, hat denselbigen Ort gesegnet, und die bösen Geister [146] daraus vertrieben, so daß sie sich niemals wieder haben sehen lassen. Derselbe See heißt davon bis auf den heutigen Tag der heilige See.

Werner Chronik des Erzstifts Magdeburg (1584, nicht paginirt).
Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt).