Der gefangene Jude zu Magdeburg

Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Der gefangene Jude zu Magdeburg
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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8. Der gefangene Jude zu Magdeburg.

Zu den Zeiten des Bischofs Conrad zu Magdeburg, der ein geborner Graf vom Sternberg war, und im Jahre 1278 starb, fiel an einem Sonnabend ein Jude ins Privet. Weil es nun der Sabbath war, so durften ihn die Juden nicht herausziehen, wollten auch nicht leiden, daß dieses von Christen geschehe, weil der Jude doch immer selbst mit hätte helfen und Hand anlegen müssen. Ueber solchen Aberglauben erzürnte der Bischof, und des nächstfolgenden Tages, weil es Sonntag und der Christen Sabbath war, entbot er daher den Juden, sie sollten der Christen Sabbath auch nicht brechen. Also mußte der arme Schelm zwei Tage und zwei Nächte im Privet sitzen bleiben.

Bünting, Braunschw.-Lüneb. Chronik. I. 61. 93.
Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt).