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Titel: Der Walzer
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aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 132
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[132] Der Walzer. In den gegenwärtigen Faschingstagen, wo die tanzlustige junge Welt allerorten wieder dem beliebtesten deutschen Tanze, dem Walzer, huldigt, erinnert ein Aufsatz von Alexius Becker in der „Allgemeinen Zeitung“ daran, daß der berühmte Walzerkönig Johann Strauß sich mit der Absicht trage, den Walzer „auszubauen“, in der Weise, daß die sich stets wiederholende Drehung einer größeren Mannigfaltigkeit der Touren und Figuren weichen solle. „Wenn irgend jemand, so erscheint gewiß Johann Strauß zu diesem Werke berufen. Möglich ist eine solche Erweiterung dieses graziösen Tanzes unter allen Umständen, und gründliche Kenner der Choreographie mögen oft genug bedauert haben, daß der so anmutige, schwebende Pas nur dazu dienen soll, dem Körper stets ein und dieselbe, mit der Zeit selbstverständlich monoton werdende Drehung zu ermöglichen. Auch die Allemande, der Schwestertanz des Walzers, entzückte einst unsre Großeltern durch den bunten, anmutigen Aufputz, mit dem sie geschickterweise verbrämt war. Man tanzte in Quadrillenform, jedoch immer mit jenem schleifenden Schritt, der ihre charakteristische Aehnlichkeit mit unserm Walzer ausmacht. Was der Allemande möglich gewesen, das darf man vom Walzer mit aller Sicherheit erhoffen. Vielleicht gelangt er dadurch in eine neue, feinere Phase seines ohnehin unvergänglichen Ruhmes. – Das wäre ja wohl möglich. Ob aber diese „neue feinere Phase“ je die Volkstümlichkeit unseres guten alten und doch ewig jungen Walzers erreichen würde, das möchten wir denn doch sehr bezweifeln

A. K.