Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Der Name Jagow
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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70. Der Name Jagow.

Einige meinen zwar, der Name Jagow rühre daher, daß Derjenige, so ihn zuerst geführet, bei der Vertreibung der Tempelherren aus der Mark sich ausgezeichnet, und von dem „Ausjagen“ derselben, wobei er so thätig geholfen, den Namen erhalten habe. Richtiger aber ist die folgende Meinung über den Ursprung dieses Namens: In der Wische liegen noch jetzt die Trümmer eines alten Schlosses, Uchtenhagen geheißen, den Herren von Jagow zugehörig. Ein Ritter aus diesem Hause zu Uchtenhagen kam vor vielen hundert Jahren in einem hitzigen Treffen seinem Herrn, dem Markgrafen, zu Hülfe, als der Sieg gerade anfing, sich auf dessen Gegenseite zu neigen, und er entschied durch seine tapfere Hülfe die Schlacht zum Vortheile des Markgrafen. In dem Kampfe verlor der Ritter ein Rad von seinem Streitwagen, indem er nicht zu Rosse, sondern zu Wagen gefochten hatte. Er hatte sich dadurch nicht abhalten lassen, an dem Kampfe ferner Theil zu nehmen. Zum Lohne für seine Tapferkeit und Hülfe befahl ihm nun der Markgraf, daß der Ritter für alle Zeiten den Namen Jag to (Jag’ zu!) führen solle, woraus nachher der Name Jagow entstanden ist. Von dieser Begebenheit her führen die Jagows auch ein Rad in ihrem Wappen, zum Andenken des von dem Ritter verlornen Rades.

Ueber die Altmark. II. S. 131. 132.