Der Müggelberg bei Cöpenik

Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Der Müggelberg bei Cöpenik
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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9. Der Müggelberg bei Cöpenik.

Vor dem Städtchen Cöpenik, zwei Meilen von Berlin, liegt ein sehr fischreicher See, eine halbe Meile lang und eine viertel Meile breit, durch den die Spree, wie ein breiter Fahrweg, mitten durchfließt, der „Müggelsee“ oder auch kurzweg die „Müggel“ genannt. An demselben ist eine aus vielen Hügeln zusammengesetzte Anhöhe gelegen, mit vielen schlanken Eichen und Fichten besetzt, der „Müggelberg“ genannt. In diesem Berge findet man einen weißen Stein, der ungefähr sieben Fuß lang und sechs Fuß breit ist. Von demselben erzählt man, daß darunter ein großer Schatz verborgen liege, der von einer Jungfrau verwahrt wird, und nicht eher gehoben werden kann, als bis die Jungfrau erlöset ist. Vor langen Zeiten hat sich diese einmal sehen lassen. Sie ist schön und ansehnlich [98] von Gestalt gewesen, sie hat gesagt: daß sie verwünscht sei, und hat gebeten, sie zu befreien; dazu solle man sie um die Kirche zu Cöpenik herumtragen. Es hat das aber keiner thun wollen.

Auch hört man in dem Müggelberge oft des Nachts ein sonderbares Getöse von Jagdhörnern und bellenden Hunden.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 1098.