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Titel: Das tiefste Borloch der Erde
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aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 200
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[200] Das tiefste Bohrloch der Erde. Lange Zeit hindurch war das Bohrloch bei Schladebach mit 1748,40 m Teufe das tiefste Bohrloch der Erde, bis es durch die Bohrungen bei Paruschowitz in Oberschlesien übertroffen wurde. Es handelte sich am letzteren Orte in einer noch unbelegten Gegend Gerechtsame auf Steinkohlen für den Staat zu erwerben, wobei selbstverständlich auch wissenschaftliche Zwecke verfolgt wurden. Das Bohrloch erreichte 2003,34 in Teufe. Die Arbeiten mußten zuletzt wegen eines Unfalls eingestellt werden: das Hohlgestänge riß und es blieben zwei Diamantkronen von 69 mm Durchmesser, 40 m Kernrohre und 1343 m Mannesmannrohre im Bohrloch zurück. Ueber diese trotzdem hervorragende Leistung der Bohrtechnik ist jüngst von Bergrat Köbrich ein ausführlicher Bericht erschienen, dem wir folgende Thatsachen entnehmen. Nach Erreichung von 2000 in Teufe betrug das Gesamtgewicht des Bohrzeuges 13 875 kg. Die Zeit, die nötig war, um die Diamantkrone aus 2000 m Tiefe heraufzuholen, damit der Kern herausgenommen werden konnte, dauerte im Durchschnitt 10 Stunden. Die Temperatur nahm mit der Tiefe unregelmäßig zu; im Durchschnitt trat bei je 34 m eine Steigerung um 1° C ein; bei 2000 in Tiefe betrug die Temperatur 69,3° C. Die Bohrung hat insgesamt 399 Arbeitstage in Anspruch genommen und 75 225 Mark Kosten verursacht, während die Ausgaben bei dem Bohrloche von Schladebach sich auf 121 304 Mark beliefen. Die Bohrung von Paruschowitz war auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Sie wies 83 Steinkohlenflötze von teilweise großer Mächtigkeit auf; denn alle diese Flötze ergeben zusammengelegt eine Steinkohlenmächtigkeit von 89,50 m.
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