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Textdaten
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Autor: Conrad Ferdinand Meyer
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Titel: Das Goldtuch
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aus: Gedichte, S. 262
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Verlag von H. Haessel
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
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[262]
Das Goldtuch.


„Ihr Mägde, schaut, was ihr im Schreine habt!
Nicht darfst du mir von hinnen unbegabt,
Mein blonder Enkel, der der Ahne bot
Mit priesterlichen Händen Gott im Brot!“

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Mathilde sprach’s die Fürstin, sterbeschwach.

Richburg die Schaffnerin seufzt’ Weh und Ach!
„Hin gabst den Armen alles du! Allein
Dein goldgewoben Bahrtuch liegt im Schrein!“

– „Die goldne Decke! Gebt dem Bischof die!

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Brauthemd und Bahrtuch fehlt den Frauen nie!“ …

Der Jüngling zaudert … „Nimm die Decke! Kränk’
Mich nicht!“ Er nimmt und zieht mit dem Geschenk.

Sie athmet aus. Es läutet lang und schön
Mit allen Glocken von des Münsters Höhn.

15
Was wandert dort im letzten Sonnenblick?

Mathildens Bahrtuch kehrt zu ihr zurück.

Abspringt ein Reiter, der den Thurm ersteigt.
„Den Bischof warf das Roß. Ein Todter schweigt.
Wir bringen ihn! Verdoppelt das Geläut!

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Ihr Glöckner, zwier bekommt ihr Löhnung heut!“