« Kapitel B 35 Beschreibung des Oberamts Saulgau Kapitel B 37 »
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36. Mieterkingen,

ein kath. Pfarrdorf, in einem engen Thälchen zur Seite der Landstraße, 5/4 St. nordw. von Saulgau mit 128 Einw.; Lehen und Gefälle haben mehrere geistliche Stellen. S. v. Die Zehnten beziehen, die Pfarreyen Mieterkingen, Fulgenstatt und Herbertingen; die Maria-Caplaney an letzterm Orte, die Standesherrschaft, und aus Neubrüchen seit 1806 das K. Cameralamt; den Blutzehnten die Ortspfarrey; Heuzehnten wird nicht gereicht.

Der Ort hat 1 Mahlmühle, 1 Säge- und 1 Gypsmühle, und 2 Schildwirthschaften, viel Flachsbau und Spinnerey. Die Pfarrkirche, Peter und Paul, und das Pfarrhaus liegen auf der Höhe. Die Baulast von beyden haben die Zehentherrn. Die Kirche wurde i. J. 1763 erneuert. Filiale von Mieterkingen sind: die Hammerschmid-Mühle und seit 1812 Schwarzach. Das Patronat ist landesfürstlich, früher übte es die Stadt Saulgau Namens des Spitals| aus, an den 1392 Benz von Hornstein zu Bittelschieß Kirche und Kirchensatz für 140 lb. verkauft hat.

M. hatte ehemals seine eigenen Edelleute. Eckhard von Mueterkingen kommt in dem Östr. Habsb. Pfandschaftsrodel von 1313 als Pfandinhaber von Gütern zu Bolstern vor. Der Ort gehörte zur Grafschaft Friedberg.

Die Hammerschmiedmühle, eine Mahlmühle 1/8 St. unterhalb des Dorfs, welche ihren Namen von einer längst abgegangenen Hammerschmiede hat.