« Kapitel B 11 Beschreibung des Oberamts Eßlingen Kapitel B 13 »
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12. Plochingen

mit dem Wernershof, Pfarrdorf mit Marktgerechtigkeit und 1870 evang., 8 katholischen Einwohnern, 21/2 geom. Stunden ostsüdöstlich von Eßlingen, am rechten Ufer des Neckars, in welchen hier die Fils mündet, und an der Staatsstraße nach Ulm, mit welcher sich im Ort selbst die Straße von Schorndorf nach Kirchheim und Nürtingen kreuzt. Plochingen ist der Sitz eines Amtsnotariats, eines Revierförsters, eines praktischen Arztes und einer Apotheke. Das Postamt ist 1844 von hier weg nach Reichenbach verlegt worden. Der ansehnliche Ort ist am Fuß des sich gegen das Filsthal absenkenden Schurwaldgebirgs sehr vortheilhaft gerade an dem Punkt gelegen, wo der Neckar durch das entgegenstehende Gebirge genöthigt wird, westwärts zu biegen und gleichsam das natürliche Rinnsal der Fils zu verfolgen. Die gefällige Ansicht des Orts von Pfauhausen her gewinnt durch die schöne mit einem Schieferdach bedeckte Brücke, welche über den Neckar, gleich unterhalb der Filseinmündung, führt. Diese Brücke, ein Werk des Architekten Etzel vom J. 1778, ist wegen der sinnreichen Holzconstruktion, vermöge welcher sie ohne Joch in einer Länge von 244 Schuh über den Fluß gespannt ist, sehenswerth. Das Aussehen des Fleckens im Innern zeichnet sich nicht besonders aus, doch ist die Hauptstraße ziemlich reinlich und hat einige gut gebaute und hübsche Häuser, z. B. den Gasthof zum Waldhorn, die Kunstmühle u. a. Eine neuerdings angelegte irdene Teichelleitung führt vorzügliches Quellwasser in hinreichender Menge den Brunnen zu.

Die Pfarrkirche (zum h. Blasius) liegt mit dem 1833 erweiterten Begräbnißplatz auf einer ziemlich steilen Anhöhe südwestlich über dem Dorf, und ist noch zum Theil von einer hohen festen Mauer mit Zinnen umgeben. Nach den Zahlen über den Eingängen ist die Kirche 1481, der (durch ein unschönes Satteldach verunstaltete) Thurm 1488 erbaut worden. Der Chor hat ein gutes Gewölbe, das Langhaus aber eine ziemlich niedrige bretterne Decke. An den Feldern der Emporstühle ist der Cyclus der heil. Geschichte in Gemälden angebracht. Eine Zierde dieser Kirche ist die sehr gute und auch äußerlich gefällige Walkersche Orgel vom J. 1838. Das Eigenthumsrecht und die Baulast der Pfarrkirche hat die Stiftungspflege, welche ein Vermögen von 14.000 fl. besitzt, nachdem im J. 1836 derselben von der Gemeinde ein Capital von| 7000 fl. überwiesen worden ist, wofür sie die Armen- und Schulbedürfnisse allein zu bestreiten hat. Den Kirchensatz besaß schon 1157 St. Blasien im Schwarzwald. (Dümgé Regesta p. 48. Cleß III. 46.) [1] Die St. Blasische Probstei Nellingen übte das Nominationsrecht bis 1649. S. oben Nellingen. Durch den dort genannten Vergleich fielen Pfarrsatz, Zehentrechte u. s. w. an Württemberg, in Folge dessen der Pfarrer bis auf die neueren Zeiten seine Besoldung von der Beamtung in Nellingen bezog. – Ein Hermann, Decan von Plochingen erscheint mit Conrad v. Plochingen den 18. Oct. 1304 als Zeuge (Gab.).

Die St. Ottilien Kapelle, ein kleines Kirchlein mitten im Ort, ist älter als die Pfarrkirche und kommt schon 1431 in einer Arch. Urkunde vor (vrgl. Binder, Kirchen- und L.-Ä. S. 818). Sie ist von gothischer Bauart, erlitt aber Verunstaltungen und ist feucht, finster und in schlechtem baulichem Zustande. Ihre Fensterstellung war wohl von jeher unsymmetrisch. Das gothische Thürmchen hat an den Dachkanten hinauf Drachenköpfe. Unter der Kalktünche des Innern sieht man noch die Spuren alter Bemalung. Auch die unten anzuführende Inschrift ist übertüncht. Es werden noch einzelne Wochengottesdienste hier gehalten. Die Unterhaltungskosten tragen die Stiftungspflege und die Communkasse gemeinschaftlich.

Das schon 1611 erbaute, dem Staat zugehörige und von ihm zu unterhaltende Pfarrhaus liegt auf der Höhe neben der Kirche und hat eine ausgezeichnet schöne Aussicht ins Neckar- und Filsthal und gegen die Alp. Die Schule hat vier Lehrer und befindet sich in dem 1823 neu erbauten, von der Stiftungspflege zu unterhaltenden Gebäude neben der Ottilienkapelle. Auch besteht eine Industrieschule. Das Rathhaus ist ein altes, sehr unscheinbares Gebäude unten im Ort; seine Merkwürdigkeit ist aber eine Gedächtnißtafel mit dem Wappen des Wohlthäters der hiesigen Gemeinde, des Patriarchen von Aquileja (s. unten). Noch ist unter den öffentlichen Gebäuden das Gemeindeback- und Waschhaus zu erwähnen, das stark benutzt wird, da die Privatbacköfen abgeschafft sind.

Die Einwohner sind sehr fleißig, eingezogen, religiös und in| hohem Grade sparsam. Der Gesundheitszustand ist besonders erfreulich. Die ökonomischen Verhältnisse gehören zu den gut mittleren und übertreffen zum großen Theil die der Nachbarorte des Bezirkes. Es giebt nur wenig eigentlich Arme. Die Markung liegt zum kleinern Theil im Fils- und Neckarthal, zum bei weitem größeren an und auf dem vom Schurwald auslaufenden und von dem Litzelbach (Schachenbach) und der Fils einer- und dem Neckar und dem Schlierbach andererseits eingeschlossenen Bergrücken, der einen schönen, mit Buchen, Birken und Eichen bestockten Wald trägt. Die kleinere Hälfte desselben ist Eigenthum des Staats und der Stiftungspflege Eßlingen, letzterer mit 3511/2 M. in drei Stücken (s. Tab.), die größere (805 M.) gehört der Gemeinde, welche diesen wichtigen und einträglichen Besitz zum größten Theil (über 700 M.) einer Schenkung Marquards v. Randeck, Patriarchen von Aquileja (s. unten) verdankt. Im Ganzen hat die Markung guten Boden und ist vortheilhaft gelegen. 46 M. Güter sind Eigenthum der Stiftungspflege Eßlingen. Das Ackerfeld ist sparsam zugemessen und sehr parcellirt, daher die Bürger zu angestrengter Bemühung, dem Boden den höchstmöglichen Ertrag abzuzwingen, und zu sorgfältiger Benutzung aller Besserungsmittel aufgefordert sind. Wirklich hebt sich auch die Landwirthschaft von Jahr zu Jahr. Man rechnet auf den M. 8–10 Scheffel Dinkel Ertrag. Die Preise sind 350–500–600 fl. pr. Morgen. Neben den gewöhnlichen Bracherzeugnissen wird Mais oder Welschkorn in Menge und von besonders guter Qualität gebaut. Der Wiesenbau reicht nur für das eigene Bedürfniß des Orts zu, liefert aber reichliches und gutes Futter; Preise 400, 500, 600 fl. In 267 M. Weinberge theilen sich ungefähr 150 Besitzer; für die besten Lagen gelten die Gotteshäuserhalde, die Nothhalde und das Junggehölz. Der Ertrag wird auf 4, im günstigsten Falle auf 6 Eimer pr. Morgen geschätzt. Der Preis eines Morgens steht zwischen 300–500 fl. Die Weine sind weniger gehaltreich, als angenehm und bald trinkbar; ihr Absatz geht in die nächste Umgegend, auch auf die Alp. Die Obstzucht ist bedeutend, beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf die zum Most geeigneten Sorten; Baumschulen sind keine vorhanden. – Die Rindviehzucht ist in gutem Zustande, wird aber auch hier nicht sowohl als wichtiger Erwerbszweig an sich, als vielmehr hauptsächlich zum Zweck der Düngergewinnung betrieben. Zur Milchverwerthung geben zwei Käsereien Gelegenheit. Eine Schafherde von 400–450 Bastarden wird hier überwintert; der Waidepacht erträgt der Gemeinde jährlich 166 fl. Die Bienenzucht hat neuerlich zugenommen. – Der Ort zählt außer den gewöhnlichen, auch einige städtische Gewerbe, z. B. Buchbinder, Kupfer-, Messer- und| Nagelschmiede, Beindreher, Flaschner, Rothgerber, Färber, Tuchmacher etc. Der Apotheke ist bereits oben Erwähnung gethan. Es bestehen einige Handlungen mit Spezerei-, Eisen- und Ellenwaaren, fünf zum Theil sehr frequente und gut eingerichtete Schildwirthschaften (namentlich die Gasthäuser zum Waldhorn und zur Krone), eine Bierbrauerei, eine Ziegelhütte. Die bedeutenden Mühlwerke werden von der Fils getrieben; sie bestehen aus einer schönen Kunstmühle, die großen Absatz nach allen Seiten hat, aus einer Säg-, Öl-, Gyps- und Reibmühle. Die vortheilhafte Lage des Orts an einer der lebhaftesten Straßen des Landes bietet sehr mannichfaltige Gelegenheit zum Erwerb dar. Nicht von großem Belang sind die Roß-, Vieh- und Krämermärkte, welche Plochingen zweimal des Jahres abhält.

Der Großzehenten erträgt dem Staat (1829/46) jährlich Dinkel 131 Schffl. 6 Sri., Gerste 66 Schffl., Haber 8 Schffl. 1 Sri., Einkorn 4 Schffl. 5 Sri., Stroh 1 F. 20 B., Surrogat 21 fl. 16 kr. Novalzehenten 42 fl. Der Weinzehenten (1840/48) jährlich 429 fl. 37 kr. Der Heu- und Öhmdzehenten ist abgelöst. Den kleinen und Obstzehenten, auch den Weinzehenten aus fünf Morgen hat die Pfarrei anzusprechen. Was jedoch eine Familie an Hülsenfrüchten auf mehr als 2 V. einbaut, ist dem Staat zehentbar. Andere grundherrl. Abgaben, Gülten, Theilgebühren etc. sind alle abgelöst. Frohnen lasten keine auf dem Ort. Die bürgerlichen Nutzungen aus dem oben gedachten Gemeindewald sind nicht unbedeutend.

Plochingen (richtiger Blochingen) gehörte ursprünglich den Herren v. Plochingen. Die älteste Erwähnung dieses Namens finden wir in einer Urkunde König Konrads III. für das Kl. Oberzell bei Würzburg vom J. 1146 (Usserm. Ep. Wirceb. C. D. p. 36) auf welcher Bertholdus de Blochingen mit Graf Ludwig von Württemberg als Zeuge erscheint. Ein Cuno de Bluchingen kommt 1153 als Zeuge in einer Urkunde Königs Friedrichs unter den Freien vor, nach ihm Heinrich v. Bl. 1237 und 1238, Ulrich 1257 (Mon. Boic. XXXIII, p. 84) Ernst (Speir. Necrol.) 1259 und 1267, Albertus de Bl. dictus Schuzze 1283, Konrad von 1292 an; seine Söhne Konrad und Johann entsagen den 13. August 1326 den Ansprüchen auf Güter in Elchingen, die ihr Vater ans Kloster Salmansweiler verkauft hatte (Lang Regesta Boica, VI p. 202), Johann trug 1352 Güter in Sulzgries von den Grafen v. Helfenstein zu Lehen (Sattler Topographie), 1350 kommen Werner und sein Sohn Albrecht vor. Sie besaßen auch Güter in Eschenbach, Jebenhausen und Uhlbach; ihr Wappen, wie es in der jetzt abgebrochenen Barfüßer Kirche zu Eßlingen abgemalt war, enthielt zwei schwarze Querbalken in gelb. Nach Gabelkofer jedoch führte Johann v. Plochingen 1330 das Wappen der v. Randeck und gehörte zu dieser Familie. Er| verkaufte den 5. März 1331 was zu seiner Burg Plochingen gehörte, 1/2 Meile aufwärts und 11/2 Meilen gegen Eßlingen zu als freieigenes Gut für 1800 Pfd. Heller an die Stadt Eßlingen und behielt sich allein Burg, Helm, Schild, Banner und Mannlehen vor; die Stadt aber trat das Erkaufte sogleich wieder für 900 Pfd. Heller an den Spital ab. Mit der Burg und dem vorbehaltenen Lehen belehnte Kaiser Ludwig IV. 1338 den Konrad v. Stöffeln, den 29. Dec. 1365 aber erlaubte Karl IV. dem Probst zu Stuttgart Johann v. Vach die um 200 fl. an Örtlin v. Berneck verpfändete Burg an sich zu lösen und noch 300 fl., welche er ihm schuldig war. Der Probst jedoch trat sie schon 1366 an Marquard v. Randeck Patriarchen von Aquileja ab, dem der Kaiser den 17. Sept. 1366 noch 500 fl. darein zu verbauen und die Burg so lang zu behalten erlaubte, bis ihm 2000 fl. ausbezalt würden. Am 29. Sept. 1368 aber befahl er ihm, die Stadt Eßlingen und ihren Spital mit keinen Schatzungen und Auflagen, noch auf andere Weise zu beschweren, sondern sie bei ihren alten Freiheiten zu lassen. Dieser Patriarch war es, welchem die Gemeinde die oben erwähnte Schenkung verdankte. Eine Inschrift in der Kapelle zu Plochingen sagte:

Ein Patriarch zu Aglai wohlbekannt,
Der hat hier bei gesundem Leben
Dem Flecken durch lautern Gotteswillen gegeben
Alle Wäld, Almand und Waid, Trieb und Trat,
Daß man ihm ewig zu danken hat,
Solls auch nicht vergessen Jung noch Alt,
Dessen Seel auch unser Gott erhalt.

Der Patriarch hinterließ die Pfandschaft dem Enkel seines Bruders Friedrich, dem Konrad v. Randeck, der nach Gabelkofer eine v. Plochingen zur Frau hatte, und dem König Wenzlaw den 15. März 1383 erlaubt, die Burg mit 600 fl. vom Probst von Stuttgart zu lösen und noch 500 fl. darein zu verbauen, der aber dieselbe mit Allem was er im Dorf besaß, mit Zugehör und Rechten, Wildbann und eigenen Leuten, 251/2 Tagwerk und 20 Morgen Wiesen, 435 Morgen Wald, wie sein Vetter Marquard es um 2000 fl. pfandweis empfangen und ihm vermacht hatte, Alles Lehen vom Reich, für 315 fl. und 300 Pfd. Heller dem Eßlinger Spital den 10. April 1386 verkaufte. Der Spital wurde nun den 24. August 1391 von König Wenzlaw und so bis auf die neuern Zeiten (bis 1741) von den deutschen Königen und Kaisern damit belehnt.

Außerdem erwarb aber der Spital in Plochingen auch noch durch Kauf Güter (1343–1571), Gülten (1328–1518) und Leibeigene (1410–1588) und erhielt 1336, 1399 und 1509 Gülten hier geschenkt (meist nach Urkunden des Eßlinger Archivs). Auch Plochingen| wollte während der Österreichischen Herrschaft in Württemberg Eßlingen ganz an sich bringen. Denn zur Hälfte gehörte es Württemberg; schon 1299 übergab Herzog Hermann v. Teck dem Grafen Eberhard Güter hier (Sattler Grafen I. Beil. 141.) und es kam wohl mit der Vogtei Nellingen (s. oben) an Württemberg. Der Spital gerieth mit Württemberg wegen der beiderseitigen Rechte zu Plochingen öfters in Streit. Schon 1431 und 1445 klagte er, daß Württemberg ihn am Stab und an den Freveln, die ihm doch halb gehörten, irre, deßwegen ward den 6. Febr. 1447 ein Vertrag geschlossen, jeder Theil sollte in seinem Gebiet die Frevel einziehen, Württemberg aber den Blutbann und die hohe Gerichtsbarkeit allein ausüben; wollte der württembergische Amtmann ein Ruggericht halten, so sollte er es den Tag zuvor dem Spitalamtmann anzeigen und diesen auch bei der Rechnungsabhör zuziehen. Die Steuern sollte jeder Theil von seinen Leuten und Gütern erheben, Steuersatz, Untergang und Wahl des Gerichts gemeinschaftlich vorgenommen werden. Im 17. Jahrhundert entstanden neue Streitigkeiten, die erst den 6. März 1733 beendigt wurden, indem der Herzog festsetzte, Zoll-, Accis- und Unzuchtsstrafen sollte Württemberg allein haben, von Strafen in bürgerlichen Rechtsfällen aber und in Sachen niederer Gerichtsbarkeit dem Spital die Hälfte zukommen (A.U.). Ein langwährender Rechtsstreit zwischen Plochingen, dem Spital und Deizisau entstand auch 1527 wegen Besteurung der Deizisauer Güter in der Nothhalde, wegen Holzungsrechts, Kelterns u. s. w. und nachdem er mehrmals geruht hatte, wurde er erst den 23. Sept. 1739 beigelegt, der Gemeinde Plochingen das Recht der Waide, des Dürrholzschneidens und Laubrechens zugestanden für das Abholz- und Windfallsrecht aber jährlich vier Eichen versprochen (A. U.). Bis zur Bildung des jetzigen Oberamtsbezirks Eßlingen hatte Plochingen einen dem (Land-) Oberamt Stuttgart untergeordneten Amtmann.

Eine kleine halbe Stunde oberhalb Plochingen an der Straße nach Schorndorf liegt der Wernershof (früher auch Stumpenhaus genannt) von zwei Familien mit eilf Seelen bewohnt, welche oben in die Gesammteinwohnerzahl eingerechnet sind. Dieser Punkt ist wegen der ausgezeichneten Aussicht merkwürdig, welche man hier in die Nähe und Ferne genießt. S. oben S. 4. In der Nähe führt ein Felddistrict, rechts von der Straße nach Schorndorf, den Namen Bornhausen s. oben S. 91.

Die Stelle der ehemaligen Burg ist noch deutlich sichtbar; sie befindet sich am nördlichen Ende des Orts, wenig erhöht über den untern Theil desselben. 1568 wurde auf dem Burgplatz die noch stehende Eßlinger Spitalkelter erbaut, welche von dem alten Graben| rings umgeben ist. Schon 1445 heißt die Burg ein Burgstall (zerstörte Burg) Steinhofer II. S. 864, und noch heute ist dieß der lagerbüchliche Name des Platzes und der Felder umher.
  1. Man war früher mit Unrecht im Zweifel, ob nicht die Bestätigungs-Urkunden dieses Kirchensatzes durch Papst Calixt III. vom Jahr 1173 und Alexander III. vom Jahr 1178 auf Blochingen O.A. Saulgau zu beziehen seyen. Außer dem Patron der hiesigen Kirche spricht für unser Plochingen auch der Umstand, daß noch nach dem Landbuch von 1624 St. Blasien hier 3 Keltern besaß. Am 26. März 1265 verglich sich St. Blasien mit dem Kl. Blaubeuren wegen des Weingartens auf dem Berg „Wolpotinhalde“ bei Plochingen, wovon Blaubeuren der Probstei Nellingen jährlich 3 Schill. zahlen sollte (A. U.) und 1332 und 1366 kaufte es Weingärten bei Plochingen. (Gab.)


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