BeilagenBearbeiten

Beim Durchforsten der Bände ab 1884 sehe ich seit 1890 Kunstbeilagen erwähnt. 1890 waren es 2 (oder 3), 1891 waren 14 angekündigt, usw. 1897 waren es dann 27 Blätter.

Gab es außerdem noch andere Beilagen? In den Halbheft-Ausgaben sind im „Rahmenprogramm“ der US-Ausgabe mehrere Beilagen erwähnt. Systematisches ist mir bisher aber nicht untergekommen.

Die „Deutschen Blätter“ waren - seit 1862, IV. Quartal? - eine gesondert zu beziehende und zu bezahlende „Beigabe zur GL“ (1863 waren es 13 Hefte zu je 4 Seiten; dann jährlich 52 Hefte zu je 4 Seiten) siehe Google

Kopf: Die Gartenlaube 1853-1897Bearbeiten

Benutzer AHert hat die Gartenlaube auf Veränderungen des Kopfes durchgesehen. Seine Zusammenstellung auf der Disku habe ergänzt und tlw korrigiert. Zwischenergebnis:

  • Noch während des Jahrgangs 1853 wurde der Kopf geändert. Ab Heft 44/1853 wurde die Bezeichnung in „Illustrirtes Familien-Blatt“ geändert. Außerdem wanderte das „vierteljährlich“ vor den Abo-Preis.
  • Statt der Personengruppe an einem Tisch in einer Gartenlaube mit dem Titel unter dem Bild wurde ab 1854 Heft 1 der Titel nach oben verlegt, unter dem eine Personengruppe an einem Tisch in einer Landschaft gezeigt wurde. Auch der Text wurde u. a. wegen des erweiterten Umfangs noch einmal geändert.
  • Unter diesem Kopf erschien Die Gartenlaube bis 52/1891 (sieht man von den Ausgaben 1863/49-52 ab, als die Zeitschrift anscheinend nur als „Deutsche Blätter“ erschien). (?)
  • Erst ab 01/1892 wurde das Layout noch einmal geändert: Die Graphik wurde verkürzt und der Schriftzug „Die Gartenlaube“ verkleinert und nicht mehr von Rand zu Rand geführt. Diese Fassung wurde bis 1899 nicht mehr verändert.

Die Textzeilen unter dem Titel "Die Gartenlaube" änderten sich in diesen Jahrzehnten nur gelegentlich. Nachstehend sind die Änderungen (nur diese) aufgeführt:

1853/01-43
Familien-Blatt. — Verantwortlicher Redakteur Ferdinand Stolle.
Wöchentlich ein ganzer Bogen mit Illustrationen.
Durch alle Buchhandlungen und Postämter für 10 Ngr. vierteljährlich zu beziehen.
1853/44-52
Illustrirtes Familien-Blatt. – Verantwortlicher Redakteur Ferdinand Stolle.
Durch alle Buchhandlungen und Postämter vierteljährlich für 10 Ngr. vierteljährlich zu beziehen.
1854/01 neues Kopfbild (Graphik unverändert bis 1891/52)
1854/01-12
Illustrirtes Familienblatt. – Verantwortl. Redakteur Ferdinand Stolle.
Wöchentlich 1 bis 11/2 Bogen. Durch alle Buchhandlungen und Postämter vierteljährlich für 10 Ngr. zu beziehen.
1854/13-52
Illustrirtes Familienblatt. – Verantwortl. Redakteur Ferdinand Stolle.
Wöchentlich 11/2 Bogen. Durch alle Buchhandlungen und Postämter vierteljährlich für 121/2 Ngr. zu beziehen.
1855/01-39
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Durch alle Buchhandlungen und Postämter vierteljährlich für 121/2 Ngr. zu beziehen.
1855/40-1856/26
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Durch alle Buchhandlungen und Postämter vierteljährlich für 15 Ngr. zu beziehen.
1856/27-1857/17
Illustrirtes Familienblatt. – Verantwortl. Redakteure F. Stolle u. A. Diezmann.
1857/18-1862/07
Illustrirtes Familienblatt. – Verantwortl. Redacteure F. Stolle u. A. Diezmann. (--> Redacteure mit "c")
1862/08-1866/52
Illustrirtes Familienblatt. – Herausgeber Ernst Keil.
((Ausnahme: 1863/49-52 Deutsche Blätter))
Heft 1865/01 nennt F. Stolle und A. Diezmann zum letzten Male als verantwortliche Redacteure. Ab 1865/02 ist dies Ernst Keil. Der Wechsel wird wohl per 31.12.1864 erfolgt sein.
1867/01-1867/52
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Vierteljährlich 15 Ngr. Monatshefte à 5 Ngr.
1868/01-1872/52
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Vierteljährlich 15 Ngr. – In Heften à 5 Ngr.
1873/01-1874/52
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Vierteljährlich 16 Ngr. – In Heften à 5 Ngr.
1875/01-1878/13
Wöchentlich 11/2 bis 2 Bogen. Vierteljährlich 1 Mark 60 Pfennige. – In Heften à 50 Pfennige.
1878/14-1883/52 (Das Heft 1878/14 enthielt die Todesanzeige von Ernst Keil)
Illustrirtes Familienblatt. – Begründet von Ernst Keil 1853.
Am Ende von Heft 1878/14: Verantwortlicher Redacteur Dr. Ernst Ziel, Leipzig. ...
Am Ende von Heft 1881/27: Redacteur Dr. Ernst Ziel, Leipzig. ...
Am Ende von Heft 1883/11: Unter Verantwortlichkeit der Verlagshandlung. ...
Am Ende von Heft 1883/12: Unter Verantwortlichkeit von Dr. Friedrich Hofmann in Leipzig. ...
1883/01-1883/52
Wöchentlich 2 bis 21/2 Bogen. – Vierteljährlich 1 Mark 60 Pfennig. – In Heften à 50 Pfennig.
1883/45
Mitteilung der Verlagshandlung der Erben Ernst Keil, dass die Gartenlaube mit Jahresende 1883 an die Brüder Kröner in Stuttgart verkauft wurde. (S. 725)
1884/01-1886/52
Illustrirtes Familienblatt. — Begründet von Ernst Keil 1853. (1853 jetzt fett)
Wöchentlich 2 bis 21/2 Bogen. – In Wochennummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pfennig. – In Heften à 50 Pfennig oder Halbheften à 30 Pfennig.


Am Heftende von 1884/01 bis 1886/26
Verantwortlicher Herausgeber Adolf Kröner in Stuttgart. Redacteur Dr. Fr. Hofmann, Verlag von Erst Keil’s Nachfolger, Druck von A. Wiede, sämmtlich in Leipzig.
Am Heftende von 1886/27 bis 1894/15
Herausgegeben unter verantwortlicher Redaktion von Adolf Kröner. Verlag von Erst Keil’s Nachfolger in Leipzig. Druck von A. Wiede in Leipzig.
1887/01-05
Wöchentlich 2 bis 21/2 Bogen. – In Wochennummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pfennig. – In Heften à 50 Pfennig oder Halbheften à 25 Pfennig.
1887/06-1889/52
Wöchentlich 2 bis 21/2 Bogen. – In Wochennummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pfennig oder jährlich in 14 Heften à 50 Pf. oder 28 Halbheften à 25 Pf.
1890/Halbheft 1 bis Halbheft 28
Illustriertes Familienblatt. — Begründet von Ernst Keil 1853. (--> illustriertes mit "ie")
Jahrgang 1890. Erscheint in Halbheften à 25 Pf. alle 12 - 14 Tage, in Heften à 50 Pf. alle 3 - 4 Wochen vom 1. Januar bis 31. Dezember
Ab 1891/01 in der Wochenausgabe: Nr. n. statt No. n.
1891/01-1892/01
In Wochen-Nummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pf. In Halbheften: jährlich 28 Halbhefte a 25 Pf. In Heften: jährlich 14 Hefte à 50 Pf.
1892/Halbheft 02 bis Halbheft 28
Jahrgang 1892. Erscheint in Halbheften à 25 Pf. alle 12–14 Tage, in Heften à 50 Pf. alle 3–4 Wochen vom 1. Januar bis 31. Dezember
1893/01-52
„In Wochen-Nummern vierteljährlich 1 Mark 60 Pf. In Halbheften: jährlich 28 Halbhefte a 25 Pf. In Heften: jährlich 14 Hefte à 50 Pf.“
1894/01-1896/52
„Abonnements-Preis: In Wochennummern vierteljährlich 1 M. 75 Pf. In Halbheften, jährlich 28 Halbhefte, je 25 Pf. In Heften, jährlich 14 Hefte, je 50 Pf.“
Am Heftende ab 1894/16
... Druck von Julius Klinkhardt in Leipzig.
Am Heftende ab 1896/29 bis 1898/10:
„Herausgegeben unter verantwortlicher Redaktion von Adolf Kröner in Stuttgart. Verlag von Erst Keil’s Nachfolger in Leipzig.
Druck von Julius Klinkhardt in Leipzig.“
1897/01-52
„Jahresabonnement: 7 M. Zu beziehen in Wochennummern vierteljährlich 1 M. 75 Pf., auch in 28 Halbheften zu 25 Pf. oder in 14 Heften zu 50 Pf.“
Am Heftende ab 1898/11
„Herausgegeben unter verantwortlicher Redaktion von Adolf Kröner in Stuttgart. Verlag von Erst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig.
Druck von Julius Klinkhardt in Leipzig.“

Das 3-zeilige Layout blieb also aufrechterhalten. Meist änderte sich nur die 3. Zeile mit den Preisen. Ich meine, es würde sich durchaus lohnen, eine Vorlage für die 3 Zeilen anzufertigen, bei der man dann die oben aufgeführten kleinen Änderungen (fett, Erscheinen, Preise etc.) einfügen kann. AHert 10. Mär. 2016

Zahlen zur GLBearbeiten

Erscheinungsweise:

Seit 1853 wöchentlich bei vierteljährlichem Abo.
Seit 1867 werden auch Monatshefte erwähnt, später 14 Nummern pro Jahr
Seit 1884 gibt es als dritte Ausgabe auch „Halbhefte“, ca. 27 Nummern pro Jahr
Ab 1891 werden „ohne Preiserhöhung“ 12 Kunstblätter (Monatsbeilagen) mitgeliefert (Ankündigung 1890 S. 897)

Auflagennhöhe bzw. Abonnenten:

  • 1857: 60.000 Hefte wöchentlich (GL 1857, S. 364)
  • 1865: 168.000 Abonnenten
  • 1866: bis 177.000 Abonnenten
  • 1867: 210.000 bis 230.000
  • 1884: 224.000 (Anfang) auf 260.000 (Ende) gestiegen
  • 1885 (S. 882): 260.000 (Anfang) auf 270.000 (Ende) gestiegen


PREISE:

  • 12.5 NGr
  • 1855/01: 12½ NGr/ Quartal
  • 1855/40: 15 NGr / Quartal
  • 1867/01: 15 NGr / Quartal; 5 NGr / Monatsheft
  • 1873/01: 16 NGr / Quartal; 5 NGr / (Monats-)Heft
  • 1875/01: 1,60 M / Quartal; 50 Pf / (Monats-)Heft (bis Ende 1883)
  • 1884/01: 1,60 M / Quartal; 50 Pf / (Monats-)Heft bzw. 30 Pf. je „Halbheft“ / (bis Ende 1886)
  • 1887/01: 1,60 M / Quartal; je 50 Pf / für Hefte bzw. je 25 Pf. für Halbhefte
  • 1887/12: 1,60 M / Quartal; je 50 Pf / für 14 Hefte bzw. je 25 Pf. für 28 Halbhefte
  • 1888/01: 1,60 M / Quartal; je 50 Pf / für 14 Hefte bzw. je 25 Pf. für 28 Halbhefte
  • 1894/01: 1,75 M / Quartal; je 50 Pf / für 14 Hefte bzw. je 25 Pf. für 28 Halbhefte
  • 1897/01: 7,00 M / Jahres-Abo; je 50 Pf / für 14 Hefte bzw. je 25 Pf. für 28 Halbhefte

Spalten?Bearbeiten

      Goldner Schein
      Deckt den Hain;
Mild beleuchtet Zauberschimmer
Der umbüschten Waldung Trümmer.

      Still und hehr
      Strahlt das Meer;
Heimwärts gleiten, sanft wie Schwäne,
Fern am Eiland Fischerkähne.

      Silbersand
      Blinkt am Strand
Röther schweben hier, dort blässer,
Wolkenbilder im Gewässer.

      Rauschend kränzt,
      Goldbeglänzt,
Wankend Ried des Vorlands Hügel,
Wild umschwärt vom Seegeflügel.

      Malerisch
      Im Gebüsch
Winkt mit Gärtchen, Laub und Quelle
Die bemooste Clausnerzelle.

      Pappeln wehn
      Auf den Höh’n,
Eichen glühn, zum Schattendome
Dicht verschränkt, am Felsenstrome.

      Nebelgrau
      Webt im Thau
Elfenreigen dort, wo Rüstern
Am Druidenaltar flüstern.

      Auf der Fluth
      Stirbt die Gluth;
Schon verblaßt der Abendschimmer
Um der hohen Waldburg Trümmer.

      Vollmondschein.
      Deckt den Hain;
Geisterlispel wehn im Thale
Um versunkne Heldenmale.