Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Widmann, Alois
Band: 55 (1887), ab Seite: 256. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Emilie Widmann in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Widmann, Emilie|55|256|}}

2. Emilie Widmann (Priorin des Klosters der Dominicanerinen zu Lienz im Pusterthale Tirols, geb. zu Bozen 1785, gest. im Kloster am 17. Jänner 1858). Sie trat 1816 in das Kloster, in welchem sie viele Jahre als Schulfrau, später als Priorin in beiden Functionen segensreich wirkte. Als Schulfrau förderte sie den Unterricht, sorgte für brave Lehrerinen und hob zusehends die Klostermädchenschule. Als Priorin leitete sie in Zeiten, welche allen [257] Klöstern und auch dem ihrigen abträglich waren, dasselbe mit großer Umsicht und ungeachtet stark geschmälerter Einkünfte zum Besten der Armen und Hilfsbedürftigen. Die Klosterkirche schmückte sie mit drei neuen Altären, einer neuen Orgel und einem Hochaltarbilde: „Mariä Heimsuchung“ darstellend, von Cosroe Dusi gemalt. Im Jahre 1848, in welchem man anderwärts die Klöster schloß, eröffnete sie zu Steinach bei Meran eine Filiale von sechs Schwestern. Das Kloster der Dominicanerinen zu Lienz blickt bereits auf eine Vergangenheit von mehr als 600 Jahren zurück, da es 1249 von Egno, damaligem Fürstbischof von Brixen. gegründet wurde. [Volks- und Schützen-Zeitung (Innsbruck, 4°.) XIII. Jahrg. 22. Jänner 1858, Nr. 10: „Correspondenz aus Lienz ddo. 19. Jänner“.] –