Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 53 (1886), ab Seite: 26. (Quelle)
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23. Raimund Walther ist ein österreichischer Poet aus dem ersten Viertel des laufenden Jahrhunderts, den wir im Taschenbuch „Aglaja“, an welchem Deinhartstein, v. Hammer, Karoline Pichler, Grillparzer , Zacharias Werner, Zedlitz mitarbeiteten, in den Jahrgängen 1818 bis 1824 mit mehreren, darunter längeren und schwungvollen Gedichten vertreten finden, in welchen er auch schwierigere Versmaße, wie das Sonett und die Ottaverime mit großer Fertigkeit handhabt. Wir nennen von seinen Gedichten im Jahrgang 1818 das größere: „Mozart’s Ende“ in Ottaverime (S. 74 bis 93) und die Ballade „Der alte Harfner und sein Sohn“, letzteres offenbar durch Goethe’s „Erlkönig“ angeregt; – im Jahrgang 1819 den Sonettenkranz: „Auf einer Reise“; – im Jahrgang 1820 die längere Ballade: „Ritter Hans von Rauhenstein“, deren Stoff der Kalocsaer Handschrift altdeutscher Gedichte entlehnt ist; – im Jahrgang 1821: „Tasso“ und mehrere Sonette [27] darunter eines an Ernst Schulze; – desgleichen im Jahrgange 1822, endlich in denen von 1824 und 1824 mehrere kleinere Gedichte von geringerer Bedeutung. Vom Jahre 1824 ab erscheint er nicht mehr im Taschenbuche, das bis 1832 fortgesetzt wurde. Obwohl eine echte Dichterkraft und aus dem Vorhandenen auf eine umfassende poetische Thätigkeit schließen lassend, ist er nachgerade verschollen, und fehlen uns alle näheren Nachrichten über ihn. –