Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 49 (1884), ab Seite: 73. (Quelle)
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3. Christoph Unger, ein Gratzer Bürger aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, der 1566 bis 1562 die Stelle eines Richters in Gratz bekleidete. Als gegen Ende der Sechziger-Jahre in Folge der Vergrößerung dieser Stadt die Benennung neu entstandener Gassen und Straßen nöthig wurde und man, statt zu nächstliegenden Namen zu greifen, solche herbeizog, die mancher Gratzer gar nicht kannte, erhob Hauptmann L. Beckh-Widmanstetter in dieser Angelegenheit die Stimme und rief dem Gemeinderathe eine Menge historischer Persönlichkeiten in Erinnerung, nach welchen am passendsten eine und die andere neue Straße zu taufen wäre. Eine solche Persönlichkeit war auch der obige Gratzer Richter Christoph Unger, der am 1. Mai 1571 zu Gunsten eines armen studirenden Bürgerkindes ein Capital von 1000 fl. stiftete. Der Mann – meint Herr von Beckh-Widmanstetter – welcher vor 300 Jahren ein Schulstipendium mit einem damals bedeutenden Betrage stiftete, verdient fürwahr, daß man ihn heute [indem man eine Straße [74] nach dessen Namen benennt] ehre. [Gratzer Volksblatt vom 16. November 1869, Beilage zu Nr. 263: „Die neuen Gassenbenennungen in Gratz“. Von L. Beckh-Widmannstetter.] –