Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 43 (1881), ab Seite: 24. (Quelle)
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1. Die Begründung des künstlerischen Ruhmes, der den Namen Taglioni umgibt, reicht in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, in welchem Karl Taglioni, aus Mailand, nach Andern aus Turin gebürtig, der erste ist, der als Choreograph glänzte. Als er berühmt geworden, wurde er, zur Zeit des Consulats, nach Paris berufen, um die italienische Oper, welche in der Periode der französischen Revolution mit vielen anderen unter dem Königthume emporgekommenen Kunstinstitutionen in Verfall gerathen war, neu zu gestalten. Nachdem er sich dieser Aufgabe mit bestem Erfolge unterzogen hatte, kehrte er nach Italien zurück, wo wir ihn in Neapel am Hofe Murat’s als Tanzlehrer der Pagen und später als Balletmeister und Balletcompositeur wieder finden. Berühmter als ihr Vater wurden seine beiden Söhne Philipp und Salvator. –