BLKÖ:Sulkowska, E. Fürstin

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 40 (1880), ab Seite: 306. (Quelle)
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7. Zwei Fürstinen Sulkowski sind als Kunstdilettantinen bemerkenswerth. Eine derselben zeichnet sich auf den uns vorliegenden Blättern „E. X. Sulkowska“. Das X. bedeutet polnisch Xiężna (Fürstin). Wenn man nun die Frauen dieses Hauses durchnimmt, so findet man nur eine, auf welche der Anfangsbuchstabe ihres Taufnamens E und die Zeit der unten angeführten Arbeiten paßt, nämlich die Gemalin des Fürsten Anton Paul von der zweiten Linie, Eva, geborene Gräfin Kicki (geb. 28. Juni 1786, gest. 24. Mai 1824). Von dieser Dame sind in dem heute schon ungemein seltenen Buche „Spiewy historyczne z Muziką i rycinami przez Jul. Urs. Niemczewicza, d. i. Historische Gesänge mit Musik und Zeichnungen von Jul. Urs. Niemczewicza (Warschau 1816, gr. 8°.) mehrere trefflich componirte Blätter erschienen, und zwar: Nr. 4: „Boleslaus der Kühne verspricht den Fürsten die Rückgabe des ihnen entrissenen Scepters“; – Nr. 6: „Alexander der Weise und der alte Gaworek“; – Nr. 8: „Kasimir der Große verleiht den Polen ihre Rechte“, das Blättchen ist 1812 von C. F. Stölzel gestochen; – Nr. 9: „Der Streit der Fürsten um die Hand der Königin Hedwig“; – Nr. 13: „Die Gesandten Ungarns tragen dem Sohne Kasimir Jagiellos, Wladislaw, die Krone an“; – Nr. 14: „Tatarische Botschafter leisten den Eid der Botmäßigkeit“; – Nr. 20: „Preußische Fürsten bringen Sigmund August ihre Huldigung dar“; – Nr. 25: „Chodkiewicz übergibt sterbend an Lubomirski den Marschallstab“, und „Vor Piast erscheinen die Engel“, dieses von S. Henne gestochen. Die Blättchen Nr. 13, 14, 20 und 25 sind von J. G. A. Frenzel in Dresden gestochen. Die Stecher der Nrn. 4, 6 und 9 sind nicht genannt. Die Zeichnungen sämmtlicher Blätter sind ganz im Charakter der Zeit ausgeführt. Costume, Gestalten, Gruppirung, alles verräth tüchtige Schulung und feines Formgefühl. –