BLKÖ:Simbschen, Karl Freiherr von (gest. 1763)

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 34 (1877), ab Seite: 308. (Quelle)
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6. Karl Freiherr von Simbschen (gest. 1763) ist ein Sohn des Hofrathes Freiherrn von S. und der Vater des Feldzeugmeisters Joseph Anton S. Freiherr Karl trat in die Dienste der kaiserlichen Armee und war bereits zum Stabsofficier vorgerückt, als ihn [309] das Mißgeschick traf, den Huszaren-Rittmeister Ott von Patorkhezy im Duell zu tödten. In Folge dessen trat er aus der kaiserlichen Armee und bald darauf in französische Dienste. Bei dem denkwürdigen ungarischen Landtage, auf welchem die Kaiserin Maria Theresia zum ersten Male vor den Ungarn öffentlich erschien, befand sich auch Freiherr Karl als französischer Stabsofficier[WS 1] auf Urlaub. Die Kaiserin in ihrer bekannten Leutseligkeit ließ sich den in fremden Diensten stehenden Oesterreicher vorstellen und forderte ihn nunmehr auf, in die Dienste Oesterreichs zurückzukehren. Freiherr Karl säumte nicht, dieser Aufforderung nachzukommen, wurde als Oberstlieutenant in das damalige Frangipanische Panduren-Freicorps eingetheilt, rückte später zum Oberst vor und wurde dann Inhaber des im Jahre 1756 errichteten 53. Infanterie-Regimentes, heut Erzherzog Leopold. Der Freiherr hat den siebenjährigen und den spanischen Successionskrieg mitgemacht. Er scheint im Jahre 1763 gestorben zu sein, da in demselben sein Regiment einen anderen Inhaber in Person des Feldzeugmeisters Philipp Lewin Freiherrn von Beck [Bd. I, S. 214] erhielt. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Staabsofficier.