BLKÖ:Schrattenbach, Ludwig J.

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schratt, Katharina
Band: 31 (1876), ab Seite: 263. (Quelle)
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Schrattenbach, Ludwig J. (Maler, geb. zu Wien im Jahre 1821, gest. ebenda 21. November 1845). Sein Vater [264] ist oder war in Wien Hof-Anstreichermeister. Der Sohn Ludwig, der Talent zur Kunst zeigte, trat im November 1838 im Alter von 18 Jahren in die k. k. Akademie der bildenden Künste, und schon im folgenden Jahre hatte er in der Jahres-Ausstellung bei St. Anna ein Aquarellbild: „Parthie von Rickersdorf“, ausgestellt. Aber nur wenige Jahre waren dem talentvollen Jünglinge gegönnt. Nach kaum zurückgelegtem 24. Lebensjahre raffte ihn der Tod dahin. Während dieser Zeit waren einige Arbeiten seines Pinsels, theils in Oel, theils Aquarelle, in den Jahres-Ausstellungen zu sehen, und zwar im Jahre 1840: „Pferd in einem Stalle“. Oelbild; – 1842: eine „Landschaft“; – 1843: „Studium nach der Natur“; – „Landschaft“, alle drei Oelgemälde; – 1844: „Der Pfarrhof von Sievering nächst Wien“, Aquarell; – „Ansicht von Gmunden in Oberösterreich“, Aquarell; – „Parthie von Waldbachstrub bei Hallstadt“; – „Gegend bei Hallstadt“; – 1845: „Seeparthie aus Oberösterreich“; – „Waldstudium im Hameau bei Dornbach mit der Aussicht auf die Donau“, die vier letztgenannten sämmtlich Oelgemälde. Mit S. schied ein vielversprechendes Talent aus dem Leben. – Aber schon früher, ehe Ludwig J. Sch. ausstellte, trat ein anderer Ludwig Schrattenbach in den Jahren 1820 und 1832 in den Jahres-Ausstellungen bei St. Anna, beides Mal mit in Oel gemalten Thierstücken, auf, und zwar im Jahre 1820 mit einer Naturstudie: „Wildente in einer Landschaft“, und im Jahre 1832 mit einem Bilde, das einen „auf dem Hügel ruhenden Hirsch“ darstellt. Als Maler dieses letzteren ist im Ausstellungskataloge ein Ludwig Schrattenberg bezeichnet, was aber ein Druckfehler ist und Schrattenbach heißen soll. – Der Katalog der von den Kunsthändlern Miethke und Wawra in Wien in den ersten Märztagen 1870 veranstalteten XXI. Kunstauction enthält von einem Schrattenbach, der durch keinen Taufnamen näher bezeichnet, aber durch ein beigefügtes † als bereits todt angegeben ist, vier Thierstudien: „Todte Rehkitz“ und „Todter Auerhahn“, letzterer in drei verschiedenen Bildern, alle auf Leinwand in Oel gemalt. Wahrscheinlich sind es auch Bilder des oberwähnten Ludwig S. – Einige Jahre später nach Ludwig J. Sch.’s Tode debutirte ein Max Schrattenbach mit einem Oelbilde: „Parthie aus Hallstadt“[WS 1] in der Jahres-Ausstellung 1848, von dem weiter nichts bekannt ist.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, Fleischmann, 8°.) Bd. XV l, S. 7. – Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (8°.) 1839, S. 8, Nr. 134; 1840, S. 12, Nr. 109; 1842, S. 24, Nr. 278; 1843, S. 10, Nr. 39; S. 28, Nr. 388; 1844, S. 6, Nr. 71; S. 8, Nr. 125; S. 16, Nr. 180; 1845, S. 13, Nr. 135; S. 14, Nr. 172.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Hallsadt