BLKÖ:Schärffenberg, Wilhelm von (13. Jahrhundert)

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 29 (1875), ab Seite: 62. (Quelle)
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20. Wilhelm von Schärffenberg, lebte im 13. Jahrhunderte. In Fehde mit Meinhard, Herzog von Kärnthen, der ihn einst gröblich beleidigt hatte, folgte Wilhelm, als mehrere Edle von Kärnthen sich gegen Meinhard, ihren Herzog, empört hatten, einem Rufe Ulrich’s Grafen von Heimburg, auch eines der gegen Meinhard sich auflehnenden Edlen, ihm gegen Meinhard im Kampfe beizustehen. Wilhelm, der immer nur die Stunde ersehnte, sich seinem Beleidiger entgegenzustellen, eilte auf des Grafen Heimburg Ruf schnell herbei und fand sich auf der Veste Griffen, wo sich Meinhard’s Gegner versammelten, ein. Zwischen Griffen und Weissenegg kam es zum Kampfe zwischen den Gegnern des Herzogs und seinen Truppen, welche von den Feldhauptleuten Heinrich Told und Conrad von Auffenstein befehligt wurden. Im Kampfe fiel Wilhelm von der Hand Conrad’s von Auffenstein, seines früheren Freundes. Als dem verwundeten Wilhelm der Helm abgenommen wurde und er seinen Freund Conrad erkannte, übergab er ihm einen Ring, der ihm als Talisman des Glückes und der Treue von einer Fee, als er eines Tages im Walde jagte, übergeben wurde mit den Worten: „er möge diesen Ring bei sich tragen und in unverbrüchlicher Treue seinem Landesfürsten anhängen“. Die Auffensteine bewahrten und trugen diesen Ring, bis ein Friedrich von Auffenstein sich gegen den Herzog Wilhelm den Freundlichen auflehnte und als Empörer im Jahre 1396 endete. Diese Sage mit dem Ringe des Schärffenberger’s erzählt Ottocar von Horneck in seiner Chronik, darnach Hormayr in seinem Taschenbuche vaterländischer Geschichte, und im Auszuge das Innsbrucker Tag-Blatt, VI. Jahrg. (1855), Nr. 215. –