Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Sala, Freiherr von
Band: 28 (1874), ab Seite: 90. (Quelle)
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5. Vitalis Sala (gest. zu Mailand im J. 1835). Ein Schüler der Kunst, der sich unter P. Palagi’s Leitung zu Mailand in der historischen Malerei herangebildet und während der österreichischen Regierungsperiode mehrere bemerkenswerthe Arbeiten geliefert hat. Leider starb er in noch jungen Jahren. Von seinen Arbeiten sind bekannt: „Cato’s Tod“, 1824; – „Romeo und Julie im Sterben“, 1826; – „Die h. Anna lehrt Marien beten“, 1827, Altarbild mit lebensgroßen Figuren, von ungemeiner Innigkeit in den Köpfen der Mutter und des Kindes; – „Barnaba Visconti, auf Befehl seines Bruders Galeozzo verhaftet“, 1829, ein ob der ungemein lebendigen Gruppirung und des frischen wie harmonischen Colorites vielgepriesenes Bild. Es wurde vom Hofe angekauft und kam in den königlichen Palast nach Raconigi, wo sich von demselben Künstler ein Schlachtbild und der sterbende Sokrates befinden. Auch malte S. viele Bildnisse in Oel. Von seinen Fresken sind bekannt außer jenen in der Kirche S. Nazario in Mailand noch die in den Domkirchen zu Vigevano und Novara. Sala, der unter den Künstlern Oberitaliens der neueren Zeit eine hervorragende Stelle einnimmt, würde, wenn ihn der Tod nicht in der Blüthe des Lebens hingerafft hätte, noch ungleich Bedeutenderes geschaffen haben. [Kunst-Blatt (Stuttgart, Cotta, 4°.), in den Jahrgängen 1827, 1828 u. 1830, in den Besprechungen der Mailänder Kunstausstellungen.] –