Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 25 (1873), ab Seite: 69. (Quelle)
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Rauzi, Johann (Maler, Geburtsort und Jahr unbekannt). Zeitgenoß. Ein Künstler, der durch mehrere Werke, welche in den Jahres-Ausstellungen der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien zu sehen waren, bekannt ist, über dessen Bildungs- und Lebensgang übrigens keine Nachrichten vorliegen. Das J. 1837 weist seine erste Arbeit, und diese war ein größeres Oelbild: „Joseph im Kerker, die Träume auslegend“; – nun folgten im Jahre 1838 ein „Porträt“; – 1842: „Haman’s Gefangennehmung“; – „Die h. Apostel Petrus und Paulus“, Altarbild für die Kirche zu Strangendorf V. U. M. B.; – 1845: „Der Jünger Philippus, den obersten Schatzmeister der Aethiopischen Königin Candace im Glauben an Christus unterrichtend und taufend“, Bleistiftzeichnung; dasselbe im folgenden Jahre in Oel ausgeführt (100 fl.); – 1850: „Joseph und Maria, in Bethlehem Herberge suchend“ (200 fl.). Nach einer fast zwanzigjährigen Pause war er in der ersten großen internationalen Kunstausstellung in Wien im April 1869 durch zwei große Oelbilder: „Christus in der Wüste“ (500 fl.) und „Paulus predigt zu Athen“ (400 fl.), vertreten. [70] Auch befindet sich von ihm in der Pfarrkirche St. Leonhard in der St. Leonharder Vorstadt in Gratz eine Copie des Hochaltarbildes, Welches Kupelwieser für die Dominikanerkirche in Wien gemalt, eine Arbeit, welche der Künstler im Jahre 1839 ausgeführt.

Kataloge der Jahres-Ausstellungen bei St. Anna, 1837, S. 27, Nr. 316; 1838, S. 25, Nr. 375; 1842, S. 21, Nr. 240; 1845, S. 4, Nr. 25; 1847, S. 6, Nr. 50. – Katalog der I. großen internationalen Kunstausstellung im Wiener Künstlerhause im April 1869, Nr. 64 u. 316. – Schreiner (Gustav Dr.), Gratz (Gratz 1843, 8°.) S. 274.