Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 20 (1869), ab Seite: 444. (Quelle)
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3. Lorenz ist der heldenmüthige Vertheidiger von Szolnok, wo sich N., von Allen verlassen, mit nur mehr 20 Mann, die ihm treu geblieben, gegen das ganze Türkenheer vertheidigte. Mit seinen Gefährten nach dem hartnäckigsten Kampfe fiel Lorenz in die Gewalt der Feinde und wurde in die Sclaverei nach Constantinopel geschleppt, aus welcher er durch die List eines Landsmannes gerettet wurde. Dieser, Namens Stephan Huszar, bereits als zehnjähriger Knabe in türkische Gefangenschaft gerathen, hatte sich allmälig das Vertrauen seines Gebieters erworben und war von ihm zum Sclavenaufseher bestellt worden. Stephan Huszar, von der Sehnsucht, sein Vaterland wieder zu sehen, getrieben, bot, da sich jetzt eine Gelegenheit zeigte, diese Sehnsucht zu erfüllen, Nyary Rettung an, und dieser nahm den Antrag, seinem Retter reichen Lohn versprechend, [445] an. Die Rettung gelang, auf einem französischen Schiffe kam Lorenz N. nach Venedig und von dort zu den Seinen. Seinem Retter hielt er Wort, er schenkte ihm das Dorf Krpclan in der Thuroczer Gespanschaft und erwirkte ihm von dem Könige den Adel. Einen Mann, der einen Gefesselten führt, zeigt das Wappen dieser Familie Huszar. Lorenz war mit Margaretha Török vermält, welche ihm acht Kinder gebar. –