Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 311. (Quelle)
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4. Johann M. (geb. zu Joachimsthal in Böhmen im Jahre 1533, gest. zu Zerbst 16. März 1600). Studirte in Wittenberg, Leipzig, Würzburg, wurde zu Mainz Doctor der Theologie, dann zu Wittenberg Professor der Theologie, war ein Crypto-Calvinist und verfolgte wo und wie er konnte die Lutheraner. Jöcher entwirft nachstehende anziehende Schilderung von ihm: „Hielt von einer Religion so viel als von der andern, und saß wegen falscher Münze, falschen Siegels und Meineids u. s. w. von 1579–1581 zu Rochlitz auf den Tod, wurde aber hernach vertrieben“. Er gab eine Reihe curioser Schriften heraus, als: „Synodus avium in Mortem Phil. Melanchthonis; – „Symsonis cum Christo collatio in qua omnium temporum ecclesiae status depingitur“; – „Pompa mortis et vitae“; – „Elegiae Deo et virtuti conscriptae“; – „Querela nummi perditi etc. etc.“. Diese und noch mehrere andere Schriften erschienen gesammelt in 3 Bänden (8°.) gedruckt zu Wittenberg im Jahre 1563. Auch edirte er „Philippi Melanchthonis epigrammatum libri sex a se recogniti“. Ueber sein Geburtsjahr entsteht durch Jöcher’s Angaben ein großer Zweifel. Jöcher schreibt nämlich: „Major ging 1533 im 16. Jahre seines Alters nach Wittenberg“, er wäre sonach im Jahre 1817 geboren, zu Ende desselben biographischen Artikels aber schreibt Jöcher: „Er starb zu Zerbst den 16. Martii 1600 im 67. Jahre“, nach dieser Angabe wäre er sonach im Jahre 1533 geboren. Sein Geburtsjahr ist entweder 1517 oder 1533, im ersteren Falle starb er dann nicht 67, sondern 83 Jahre alt, im anderen Falle, nämlich wenn er erst 1533 geboren war, kann er nicht im nämlichen Jahre, 16 Jahre alt, in Wittenberg gewesen sein. [Jöcher’s Gelehrten-Lexikon, Bd. III, Sp. 56.]