BLKÖ:Lanner, August

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 14 (1865), ab Seite: 141. (Quelle)
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Der Sohn August (geb. zu Wien im Jahre 1834, gest. ebenda 27. September 1855) zeigte in frühester Jugend das schöne musikalische Talent seines Vaters. Schon im Jahre 1843, damals neun Jahre alt, trat L. mit dem Orchester seines Vaters in einem der beliebtesten Locale Wiens öffentlich auf. In Massen strömten die Wiener dahin, und als der Knabe den Platz seines Vaters betrat und die „Schönbrunner Walzer“ mit dem nämlichen Vortrage und den Eigenthümlichkeiten, die seinen Vater so sehr charakterisirten, aufspielte, da wollte der Jubel kein Ende nehmen. L. hatte sich, so jung er war, durch sein Talent als Componist und Capellmeister bald große Beliebtheit im Publicum erworben. In seinen Tonweisen herrschte Frische, Lieblichkeit und der den Werken seines Vaters eigenthümliche Zug österreichischer Gemüthlichkeit. Aber schon im Alter von 21 Jahren raffte ihn der Tod dahin. A. Lanner’s Compositionen sind: „D’ersten Gedanken“, Op. 1; – „Sperl-Polka“, Op. 2; – „Frühlings-Knospen“, Op. 3; – „Original-Polka“, Op. 4; – „Gruß an Steiermark. Steirische Tänze“, Op. 5; – „Heiligenstädter Souvenir-Quadrille“, Op. 6; – „Brabanter Klänge“, Op. 7; – „Sophienklänge“, Op. 9; – „Die Dreiundzwanziger“, Op. 11; – „Keolantha-Quadrille“, Op. 12; – „Kränzchen-Stammblätter“, Op. 13; – „Ballnachts-Träume“, Op. 15; – „Scherz-Polka“, Op. 16; – „Elisabeth-Bürgerball-Tänze“, Op. 17; – „Kaiser-Braut-Ankunfts-Marsch“, Op. 18; – „Elfen-Polka“, Op. 20; – „Festgedichte“, Op. 21; – „Prinzessin Sophie Dorotheens Wiegenlieder“, Op. 24; – „Isar-Klänge“, Op. 25; – „Die Orientalen“, Op. 26; – „Vergißmeinnicht-Polka“, Op. 27; – „Murlieder. Original-steirische Ländler“, Op. 28; – „Brücker Polka“, Op. 29; – „Der Tanz durch’s Leben. Polka-Mazurka“, Op. 30; – „D’ Waldvögerln“, Op. 31; – „Wiener Tänzeln aus der guten Zeit“, Op. 32; – „Die Gunstwerber“, Op. 33. [Wiener allgemeine [142] Musik-Zeitung. Jahrgang 1843, S. 315. – Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender (Wien, Ign. Klang, gr. 8°.) XVIII. Jahrg. (1857), S. 355. – Theater-Zeitung (Wiener Conversationsblatt), Jahrgang 1855, S. 915. – Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namenszuges A. Lanner. A. Dauthage 1854 (lith.), gedr. bei J. Höfelich’s Witwe (Wien, Spina, Halb-Fol.).] –