BLKÖ:Khevenhüller, Ludwig

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 11 (1864), ab Seite: 221. (Quelle)
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23. Ludwig (gest. 1534), ein Sohn Augustin’s aus dessen Ehe mit Siguna von Weißpriach. Ludwig ist einer der wackersten Haudegen seiner Zeit, der mit einem Arme und einem Fuße, denn beide hatte er in Kämpfen für seinen Kaiser verloren, in die Gruft seiner Väter niederstieg. Im Jahre 1521 focht er in Italien, wohin er ein Häuflein von 300 Mann als Hauptmann geführt, und zwar bei Pescara, dann bei der Einnahme von Pavia und bei Bicoca, wo die Franzosen geschlagen wurden. Im Jahre 1523, als es galt, Mailand gegen die Franzosen zu halten, wurde er bei einem Ausfalle verwundet, aber schon im folgenden Jahre kämpfte er wieder bei Lessia, wo die Franzosen geschlagen wurden. In der Schlacht bei Pavia 1525, bei welcher auch seine beiden Vettern Wolfgang und Sigismund zugegen waren, verlor er durch eine Stückkugel einen Fuß. Während seiner Heilung in Mailand verfaßte er eine genaue Beschreibung der Schlacht von Pavia. Obwohl nur einfüßig, blieb er doch im Heere und vertheidigte im Jahre 1526 das Castell von Mailand, focht im Jahre 1527 bei der Einnahme von Rom, wo er mit eigener Hand den bewaffneten Cardinal Santiquatro erstach. Bei Neapel, 1528, verlor er noch seinen rechten Arm. Kaiser Karl V. setzte dem wackeren kampfunfähig gewordenen Helden eine Jahrespension von 25 Kronen aus. Ludwig war unvermält geblieben. –