Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kaunitz, Otto (I.)
Band: 11 (1864), ab Seite: 66. (Quelle)
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17. Miroslawa (gest. 1197). Ist die Tochter Otto’s (I.) von K. und die Schwester zweier ebenso durch ihre Waffenthaten als ihre Geschicke denkwürdigen Sproßen dieses Geschlechtes, Otto’s (II.) und Wilhelm’s [s. d. Nr. 27]. Die von Wilhelm und seinem Trosse auf dem Zuge gegen Oesterreich verübten Gräuel brachten den Bann über sein Haupt. Um diesen zu lösen, pilgerte er nach Rom, wo ihm aufgetragen wurde, ein Kloster zu bauen. Bei seiner Rückkehr berief er den Prämonstratenser-Abt Gottschalk von Seelau auf seine Burg Kaunitz und baute 1181 am Fuße derselben das Nonnenkloster „Zur Himmelsrose“, deren erste Aebtissin seine Schwester Miroslawa war. Das Kloster wurde in der Folge von den Hussiten zerstört und wurden zu Anfang des 15. Jahrhunderts in einer Nacht die 15 Nonnen, welche daselbst noch wohnten, von den Picarditen ermordet. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts war das Kloster nur mehr Ruine. (Dr. Karl Hopf führt in seinem „Historisch-genealogischen Atlas“, S. 424, Tab. 676, als Otto’s (I.) Nachkommen Otto (II.), Wilhelm und Miroslaw auf. Diese letztere Angabe ist unrichtig. Nicht ein Miroslaw, sondern eine Miroslawa ist Otto’s Kind und eben diese die erste Aebtissin des Klosters zur Himmelsrose.) –