Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 10 (1863), ab Seite: 9. (Quelle)
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Jachim, Franz (Schriftsteller, geb. zu Sumaw im Prager Kreise im J. 1811). Besuchte die Schulen zu Budweis und Prag und trat in letzterer Stadt in’s Seminar, um Theologie zu studiren. Nahe daran, Priester zu werden, nahm er die Stelle eines Erziehers bei Baron [10] Mundy in Mähren an, aus welcher Stellung er 1837 in die Dienste der Staatsbuchhandlung in Lemberg trat. Im Jahre 1850 wurde er Einnehmer im Przemysler Kreise. Bereits während seiner theologischen Studien war er ein fleißiger Mitarbeiter an den čechischen Journalen, später aber, als er nach Galizien kam, war er insbesondere als Uebersetzer aus dem Polnischen in’s Čechische literarisch thätig. Ueberdieß gab er heraus: „Červená suknička“, d. i. Das rothe Kleidchen (Prag 1844, Heß, 8°.), eine Uebersetzung aus dem Polnischen; – „Dobrý Miroslav a zlý Jetřich“, d. i. Der gute Miroslav und der böse Dietrich (ebd. 1843), aus dem Deutschen des Christoph Schmidt; eine vollständige Bearbeitung der alten Mythologie hatte er druckfertig liegen.

Rittersberg, Kapesní slovníček novinářský a konversační, d. i. Taschenwörterbuch für Conversation (Prag 1850, Pospišil, kl. 8°.) Theil I, S. 784.