Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 67. (Quelle)
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Galland, Andreas (Kirchenhistoriker, geb. zu Venedig 7. Dec. 1709, gest. ebenda 12. Jänn. 1780). Studirte Theologie, wurde Weltgeistlicher, trat aber dann in die Congregation des Filippo Neri, wo er als Prediger und Novizenmeister wirkte. Ueber Anregung des Senators Franz Foscari (s. d. III. Bd. S. 298) begann er Studien über kirchliche [68] Archäologie und war an der Herausgabe der „Bibliotheca veterum patrum…“ (siehe Ebert Bibl. Lex. I. Bd. Nr. 2377] thätig, die er bis zum 13. Bde. besorgte. Eine Ausgabe der Werke des Baronius und der Bibliotheca Martyrologica, die er beabsichtigte, gab er auf, als er Nachricht erhielt, daß in Rom eine solche bereits vorbereitet werde. Hingegen veröffentlichte er noch: „De vetustis Canonum collectionibus dissertationum sylloge“ (Venedig 1778, BettineIli, Fol., Nachdruck Moguntia 1790, gr. 8°., 2 Bde.); [Ebert Nr. 8101] und hinterließ in Handschrift eine Riesenarbeit von 13 Bänden unter dem Titel: „Thesaurus Antiquitatis Ecclesiasticae historico-theologico-criticus Sanctorum Patrum veterumque scriptorum ecclesiasticorum tum Graecorum tum Latinorum gesta et scripta doctissimorum virorum dissertationibus asserta et illustrata ecc. ecc.“, welches Werk sich im Besitze seiner Genossenschaft befindet. Galland starb im Alter von 80 Jahren.