BLKÖ:Cicuto, Antonio

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 2 (1857), ab Seite: 371. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Antonio Cicuto in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Cicuto, Antonio|2|371|}}

Cicuto, Antonio (Schuloberaufseher im venetianischen Königreiche, geb. zu Venedig 9. Mai 1766, gest. ebenda 25. Febr. 1831). Besuchte die Jesuitenschulen und widmete sich der Theologie, betrieb aber zugleich italienische und lateinische Philologie, Mathematik und Physik. Als die Jesuitenschulen aufgehoben worden, trug er am neuen Lyceum S. Caterina in Venedig Physik vor, in welcher Stelle ihn auch die östr. Regierung beließ, die ihn später zum Schuloberaufseher des venet. Königreichs ernannte. Seine ausgezeichnete Dienstesleistung belohnte der Kaiser Franz durch Verleihung des kais. Rathstitels u. durch Bestätigung der Wahl zum Ehrendomherrn der S. Markuskirche. C. wurde auch von der Academia dei Filareti und von der Societa Veneta di Medicina, und als beide später sich zum „Ateneo Veneto“ verbanden, von diesem zum Mitgliede gewählt. Von seinen schriftstellerischen Arbeiten sind bekannt geworden: „Intorno all’ influenza delle matematiche sullo spirito umano“, eine in der Academia dei Filareti vorgetragene Abhandlung; – ferner „Elogio dell’ ab. Antonio Conti P. V.“ (Venedig 1814) Vitarelli) – und „Discorso sulla maniera di utilmente diregere gli studj delle lettere e delle scienze all’ incremento della prosperità nazionale“ (Venedig 1816, Società tip. Pasquali e Curti). Auch soll er Einiges von den Schriften des Agnolo Bronzino herausgegeben haben.

Dandolo (Girolamo), La caduta della repubblica di Venezia ed i suoi ultimi cinquant’ anni. Studii storici (Venedig 1856, Naratovich, 8°.). Appendice S. 234. Giunte e correzioni ai cenni biografici, S. 20.