Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Arduino, Ludwig
Band: 1 (1856), ab Seite: 61. (Quelle)
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Arduino, Giovanni (Naturforscher, geb. zu Caprino im Veronesischen 17. Oct. 1714, gest. zu Venedig 21. März 1795). Marchese Carlotti gab den Knaben, dessen Talente ihm auffielen, in eine Malerschule in Verona. Doch die [62] Richtung des Jünglings entschied sich anders, ihn zog die Mineralogie an. Zu Schio machte er seine metallurgischen Versuche, und gewann in Kürze einen solchen Namen, daß er ins Bergamaskische, Modenesische und nach Oesterreich berufen wurde, um nach Erzen zu spüren. Alsdann ging er nach Toskana, kehrte aber bald in seine Heimath zurück und wurde Ingenieur der Stadt Vicenza. Nun durchforschte er das Gebiet der Stadt und die Umgebungen und machte die interessantesten geologischen Entdeckungen. Ein neues Feld zu ersprießlicher Thätigkeit eröffnete sich ihm durch seine, von der venetianischen Regierung 1769 erfolgte Ernennung zum Präsidenten der Landwirthschaft für die ganze Provinz. In dieser Eigenschaft leistete er Bedeutendes, insbesondere durch Errichtung landwirthschaftlicher Akademien in jeder Stadt, über welche insgesammt er die Leitung bis zum J. 1795 führte, in welchem er als Greis von 81 Jahren sein thatenreiches Leben endete. Seine zahlreichen Schriften behandeln die Mineralogie, Metallurgie, Chemie und Landwirthschaft, und thatsächlich gehört A. zu den wissenschaftlichen Begründern der Geognosie. Von seinen zahlreichen Werken ist „Il Saggio di litogonia“ das bedeutendste.

Atti della Società italiana XIV. Band. Dort befindet sich das Elogium auf A. von Benedict del Bene. – Giornale di Padova de’ fratelli da Rio tome XI. – (Gamba) Galleria dei Letterati ed Artisti illustri delle Provincie Veneziane nel Secolo 18 (Venezia 1824), daselbst befindet sich auch A.’s Porträt von Musitello gest.