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August Wilhelm Ambros
August Wilhelm Ambros
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* 11. November 1816 in Mauth bei Prag
† 28. Juni 1876 in Wien
österreichischer Musikwissenschaftler, Essayist und Komponist
siehe auch die Themenseite Musik
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GND-Nummer 116297506
WP-Personensuche, SeeAlso, Deutsche Digitale Bibliothek
DNB: Datensatz, Werke

WerkeBearbeiten

BücherBearbeiten

Inhaltsverzeichnisse der Bücher

  • Die Grenzen der Musik und Poesie. Eine Studie zur Ästhetik der Tonkunst. Prag 1856, Mercy.
  • Die Burg Karlstein, in: Mitteilungen der Zentralkommission für Böhmen, I. Folge, Bd. X.
  • Das Conservatorium in Prag: eine Denkschrift bei Gelegenheit der fünfzigjährigen Jubelfeier der Gründung. Prag 1858, André. Google = Internet Archive oder Google
  • Zur Lehre vom Quintenverbote gewidmet Moritz Hauptmann. Leipzig 1859, Matthes.
  • Der Minne Regel von Eberhardus Cersne aus Minden, 1404. Hrsg von Franz Xaver Wöber, Liedermelodien zu den Minneregeln entziffert und harmonisirt von Ambros. Wien 1861, Braumüller.
  • Bunte Blätter. Skizzen und Studien für Freunde der Musik und der bildenden Kunst.

Nachgelassene SchriftenBearbeiten

  • Zwei musikalische Nachlasshefte. Preßburg und Leipzig 1882, Drodtleff. = Geschichte der Musik der Neuzeit (sollte in 20–25 Heften erscheinen, wovon jedoch nur 2 erschienen sind); = Abriß der Musikgeschichte, in: Bibliothek der Gesamtliteratur, Halle/S. o. J., Hendel. Internet Archive
  • Kleinere Schriften aus dem Nachlasse, Pressburg und Leipzig, Heckenast Nachfolger:
    • Bd.1 Aus Italien, hrsg. v. J. Batka nach Reisebriefen von Ambros an seine Familie. 1880 Internet Archive
    • Bd.2 Musikalische Aufsätze.
    • Bd.3 Studien zur bildenden Kunst. Biographisches. 1880.

ArtikelBearbeiten

Eine Bibliographie der zahlreichen Aufsätze, Studien, Skizzen usw., die in Zeitschriften und Tageszeitungen (Neue Zeitschrift für Musik, Leipzig; Bohemia, Prag; Abendpost, Neue Freie Presse, Wien, u. a. m.) erschienen sind, fehlt; sie wäre von Wichtigkeit, weil nach Ambros’ Selbstzeugnis (Bunte Blätter I, VI f.) frühere Zeitschriften-Aufsätze und Feuilletons nur in stark umgearbeiteter Form in seine eigenen Schriftensammlungen übernommen worden sind.

In: Deutsche Rundschau

KompositionenBearbeiten

a) gedruckt

  • Scherzo e Capriccio op. 4 für Klavier, Wien 1852, Glöggl.
  • Sonate E-Dur op. 5 für Klavier, Wien o. J., Witzendorfür
  • Trio op. 6 für Klavier, Violine, Violincello, Prag o. J., Christoph & Kuhe.
  • Auf der Wanderschaft für Klavier op. 7 Prag o. J., ebda.
  • Landschaftsbilder op. 8 für Klavier, Prag 1859, Veit.
  • Kindheitstage op. 9 für Klavier, Leipzig 1860, B & H.
  • Libelle op. 10 für Klavier, Erfurt 1861, Bartholomäus.
  • Phantasiestücke op. 14 für Klavier, Prag 1862, Fleischer, 2/1865 Leipzig Forberger.
  • Zwei Lieder op. 12 für Singstimme u. Klavier, Prag 1863, Christoph & Kuhe.
  • Drei Gesänge op. 16 für Singstimme u. Klavier, Leipzig-Winterthur, 1865, Rieter-Biedermann.
  • Sonate c-moll op. 19 für Klavier, Wien 1872, Gotthard, gewidmet Mary Krebs.
  • Zwei Lieder op. 20 für Singstimme u. Klavier, Wien 1873, Gotthard.
  • Rabenlied op. 21 für Singstimme u. Klavier , Wien 1873, ebda.
  • Der Prager Musikant op. 22 (Text: Wilhelm Müller) für Singstimme u. Klavier, Wien 1876, Friedr. Schreiber.
  • Frau Hitt op. 23 (Text: K. E. Ebert), Ballade für Singstimme u. Klavier, Wien 1876 ebda.
  • Musikalische Reisebilder op. 24 für Klavier, Wien 1876, ebda.

b) ungedruckt

  • Missa solemnis Nr. 2 a-moll, Autogr. Nat.bibl. Wien, aufgeführt 1857, 1864, 1865, 1886 u. 1889 in Prag, 1864 in Preßburg.
  • Symphonie Nr. 1, aufgeführt Prag 1852
  • Symphonie Nr. 2, verschollen.
  • Břetislav a Jitka, tschechische Oper, Ouvertüre erhalten.
  • Ouvertüren
    • zu Kleist Käthchen von Heilbronn und Calderon Il magico prodigioso, 1854, sind erhalten.
    • zu Shakespeares Othello (mit Bühnenmusik) soll in London aufgeführt worden sein, ist aber verschollen.
    • zu Tiecks Genovefa verschollen (es wird behauptet, dass Ambros eine ganze Oper Genovefa geschrieben habe).
  • Quintett für Klavier u. Streicher.
  • Larghetto für Klavier, Violine, Viola, Violincello, 1841.
  • Sonate für Klavier u. Violine, Erstaufführung Prag 1865 durch Franz Liszt und Camillo Sivori, Ms. rev. 1875.
  • Toccatina für Klavier.
  • Romanze op. 26 für Klavier.
  • Zwei Lieder op. 12.

Weitere Kompositionen sollen sich in Mss. im Archiv d. Ges. d. Musikfreunde in Wien, der Univ.-bibl. Prag und dem Kons. Prag befinden. Ein der Pianistin Mary Krebs gew. Klavier-Konzert ist verschollen. Eitner (s. u.) erwähnt ein Stabat Mater.

SekundärliteraturBearbeiten

  • Max DietzAmbros, August Wilhelm. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 45. Duncker & Humblot, Leipzig 1900, S. 764–766
  • Constantin von Wurzbach: Ambros, August Wilhelm, in: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Band 1, Seite 26–27 (1856).
  • Guido Adler, A. W. Ambros, in: Neue Österreichische Biographie, Abt. 1, Bd. 7, Wien 1931, 33 ff.
  • Fritz Mauthner, in: Die Gegenwart, 1876, Nr. 29, 47 ff. (zit. nach H. Reimann, Vorrede zur 3. Aufl. des 2. Bd. von Ambros’ Geschichte der Musik, XXIII).
  • Eduard Hanslick, Aus meinem Leben, 1894 u. ö., passim.
  • Robert Eitner, A. W. Ambros, in Monatshefte für Musik IX, 1877, 7 ff. (dort Nachrufe auf Ambros zitiert).
  • Ph. O. Naegele, A. W. Ambros, His Hist. and Critical Thought, 2 Bde., Diss. Princeton Univ., N. J., 1954.
  • M. Ocadlik, A. V. A. na pražské univ. (A. W. Ambros an d. Prager Univ.), Acta Univ. Carolinae, Philosophica et hist. 1958, Nr. 2.
  • R. Heinz, Geschichtsbegriff u. Wissenschaftscharakter d. Mw. in d. 2. Hälfte d. 19. Jh., = Studien zur Mg. d. 19. Jh. Bd. 11, Rbg 1968.
  • B. Meier, Zur Musikhistoriographie d. 19. Jh., in: Die Ausbreitung d. Historismus über d. Musik, hrsg. v. W. Wiora, ebd. XIV, 1969.

Anmerkungen (Wikisource)Bearbeiten

Text in eckigen Klammern [ ] sind Ergänzungen des Bearbeiters.

Das Kompositionsverzeichnis folgt Friedrich Blume, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart Bd. 1 (1949), Spalten 413 ff.

  1. Um eine vollständige Musikgeschichte zu haben, beauftragte der Verleger Leuckart Wilhelm Langhans in Berlin mit der Fortsetzung, der dann in betonter Bescheidenheit seine Geschichte der Musik des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, 2 Bände 1882 und 1887, als mehr populär gehaltene Darstellung an das Werk von Ambros anhängte. (Blume)
  2. mit „Verbesserungen“ zweifelhaften Wertes (Blume)