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Titel: An die Verehrer Schiller’s
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aus: Die Gartenlaube, Heft 36, S. 492
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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An die Verehrer Schiller's.

Die kleine Stube, worin Schiller das Lied an die Freude dichtete und den „Don Carlos“ entwarf, bewahrt zu wissen, wünschen gewiß die Verehrer Schiller's.

Das Grundstück zu Gohlis, in dessen Nebengebäude sie liegt, kommt nächstens zum Verkaufe und es ist alsdann der Abbruch des baufälligen „Schillerhauses“ zu besorgen. Der Schillerverein hat sich niemals zur Aufgabe gestellt, Geld anzusammeln, und verfügt daher über keine Geldkräfte, sein Beruf aber ist, den Verehrern Schiller's diese Sachlage kund zu thun und sie aufzufordern, ihm Mittel zum Ankauf dieses Grundstücks und zur Erhaltung des Schillerhauses zu gewähren, sei es durch Schenkung, sei es durch Angebot von Darlehen, welche in Form von Aktien vorgestreckt, oder auch als Hypotheken auf das Grundstück selbst eingetragen werden könnten. Der unterzeichnete Vereinsvorstand bittet alle Vaterlandsfreunde, welche die Erinnerungen unseres klassischen Schriftthums pflegen, diese Sache des Nationalruhms als eigne Angelegenheit in ihren Kreisen zu betreiben, Sammlungen in einer der angegebenen Weisen ohne Verzug zu veranstalten und ihn von dem Erfolge ihrer Bemühungen zu benachrichtigen.

Die geehrten Redaktionen von Zeitungen werden um Aufnahme dieses Aufrufs ersucht.

Leipzig, den 24. August 1856.

Dr. Heinr. Wuttke. Dr. Carl Heyner. Heinrich Behr. Dr. Gustav Haubold.
Dr. M. Zille. Theodor Apel.