Allgemeines Deutsches Kommersbuch:304

[606]

Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 606, 607
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du schlech=ter Kerl, du schlech=ter Kerl!

     2. An eine Jungfrau Chattenstamms hat er sein Herz vertandelt
und war ihr oft im Lederwams als Kaufmann zugewandelt. Jetzt
kam die Rache, ein, zwei drei! jetzt war der Damm erklettert, jetzt
kam’s wie wilder Katzen Schrei und Keulenschlag geschmettert: Ha, hamm,
hammer dich |: emol, :| an dei´m verrissene Kamisol, |: du schlechter
Kerl! :|

     3. Er zog sein Schwert, er blies sein Horn, focht als geschulter
Krieger, fruchtlos war Mut und Römerzorn, die Wilden blieben
Sieger. Sie banden ihn und trugen ihn wie einen Sack von dannen;
als die Kohort am Platz erschien, scholl’s fern schon durch die Tannen:
Ha, hamm ec.

     4. Versammelt war im heiligen Hain der Chatten Landsgemeinde,
ihr Odinsjulfest einzuweihn mit Opferblut vom Feinde. Der fühlt
sich schon als Bratenschmor in der Barbaren Zähnen, da sprang sein
blonder Schatz hervor und rief mit heißen Thränen: Ha, hamm ec.

     5. Und alles Volk sprach tiefgerührt ob solcher Wiederfindung:
„Man geb ihn frei und losgeschnürt der Freundin zur Verbindung:
Nimmt sie ihn hier vom Fleck als Frau, sei alle Schuld verziehen!“
Und heut noch wird im ganzen Gau als Festbardit geschrieen: Ha,
hamm ec.

J. V. Scheffel. 1851 (?).


          672.     Leibarzt und Trinker.     (I. 28.)

     Munter.

     1. Einst hat mir mein Leib=arzt ge=bo=ten, net net net, stirb,
o=der ent=sa=ge dem Wein, net net net net; dem
wei=ßen sowohl als dem ro=ten, sonst wird es dein Untergang
[607] sein! net net net net, ru=di=ra=ret, net net net, ru=di=
ra=ret, net net net, ru=di=ra=ret, net net net net,
ru=di, ra=di, ra=di=ra, ru=di=ra=ret, net net net, ru=di=
ra=ret, net net net, ru=di=ra=ret, net net net net,
ru=di, ra=di, ra=di=ra.

     2. Ich hab es ihm heilig versprochen, net, net, net, auf etliche
Jahre zwar nur; net, net, net; doch nach so zwei schrecklichen Wochen
vergaß ich den albernen Schwur, net, net ec.

     3. Wie trefflich bekam mir die Speise, wie schlief ich so ruhig die
Nacht! Wie war ich so munter, so weise, so fröhlich zum Sterben
gemacht!

     4. Tod höre! man hat mir befohlen: Stirb, oder entsage dem
Wein! Sieh, wann du willst, kannst du mich holen; hier sitz ich und
schenke mir ein!

Um 1794.


          673.     Beim Solo.

     1. Er sang so schöaön, er sang so gu=a=ut, daß ei=ne