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Titel: Abrede
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 299
Herausgeber: Ludwig Erk
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Wikimedia Commons
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Deutscher Liederhort (Erk) 299.jpg
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[299]
133. Abrede.


Sehr mäßig. Die Melodie mündlich, aus Schlesien. (Umgegend von Hainau.)
Noten


1.
Ein Knäblein gieng spazieren

ins Rosengärtelein;
das Gärtlein war gezieret :|:
mit schönen Blümelein.

2.
Er that ein Röslein brechen,

zum Fenster steckt ers nein:
„Thust schlafen oder wachen,
Herzallerliebste mein?“

3.
‚‚‚Ich schlafe nicht, ich wache,

von dir hab ich keine Ruh;
wenn ich könnt mit dir reden,
von Herzen wollt ichs thun.‘‘‘

4.
Die Thür ward aufgeschlossen,

das Knäblein eingelōn;
er fand sein Liebchen weinen,
seit gestern weint sie schon.

5.
Was zieht er aus der Tasche?

ein seidnes Tüchelein:
„Nimm hin, nimm hin, Herzliebste,
trockn ab dein Aeugelein!

6.
„Ich hab dich nicht verlassen,

das fiel mir ja nicht ein,
nur solln die Leut nicht wissen
von unsrer Lieb und Treu.

7.
„Und gehst du in die Schenke,

so tritt nicht vorn hervor,
tritt in den hindersten Winkel,
für gwiß, ich zieh dich vor!

8.
„Und wenn ich dich werd schwenken,

so sieh du mich nicht an;
dann werdn die Leute denken,
die sind einander gram.

9.
„Und red ich mit einr Andern,

dann kränk du dich nur nicht;
ich red mit einer Andern,
ich denk allein an dich.

10.
„Und wirst du wollen heimgehn,

so wart nur nicht auf mich:
geh fort das schmale Steiglein,
für gwiß, ich komm dir nach!“

(J. G. Meinert, „Alte teutsche Volkslieder in der Mundart des Kuhländchens. Wien u. Hamburg 1817.“ S. 227. – Str. 3 nach L. Erk, „Die deutschen Volkslieder“ etc. B. I, H. 6, S. 55, Nr. 46.)

1. Ich gieng wol nächten späte ins Gasttwirths Gärtelein; das Gärtlein war gezieret mit schönen Röselein. (Hainau.) – 2. Ich pflückte mir eins abe, zum Fenster gab ichs nein: „Schatz, schläfest oder wachest, Herzallerliebste meint?“ (Hainau.) – 7. Vgl. Liederhort. S. 256. – Schwenken, schwenken, die Mädchen im Tanzen emporheben. (Nach Meinert eine „beliebte Sitte.“)