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Artikel „Weith, Wilhelm“ von Carl Oppenheimer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), S. 624, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Weith,_Wilhelm&oldid=- (Version vom 9. Dezember 2019, 12:51 Uhr UTC)
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Weitling, Wilhelm
Band 41 (1896), S. 624 (Quelle).
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Weith: Wilhelm W., geboren am 9. Mai 1846 zu Homburg vor der Höhe. Er studirte in Heidelberg und Zürich. An dieser Universität habilitirte er sich gegen Ende der sechziger Jahre und wurde 1871 zum außerordentlichen, 1874 zum ordentlichen Professor ernannt. Er starb am 29. November 1881 in Ajaccio an einem Blutsturz. Schon als Knabe zeigte er lebhaftes Interesse für Chemie, deren Studium er sich dann in Zürich mit großem Erfolge widmete. Nach Absolvirung seines Doctorexamens trat er zuerst mit einer Abhandlung über die Nitroprusside (1868) an die Oeffentlichkeit. Als Lehrer in Zürich, wo er oft Städeler vertreten mußte, riß er seine Zuhörer durch das Feuer seines Vortrages hin; doch zeigten sich damals schon die Spuren seines Lungenleidens, dem er erliegen sollte. Weith’s wissenschaftliche Thätigkeit war eine sehr umfassende. Außer seinen chemischen Arbeiten, die sich meist auf das Gebiet der organischen Chemie bezogen, studirte er besonders den Zusammenhang zwischen Fauna und chemischer Zusammensetzung der Gewässer. Die Anzahl der rein chemischen Untersuchungen Weith’s, die zum größten Theil in den Ber. d. d. chem. Ges. veröffentlicht sind, ist sehr bedeutend. Besonders hervorgehoben seien Arbeiten über die schwefelhaltigen Anilinderivate (Sulfoharnstoffe etc.), das Carbotriphenyltriamin, die Guanamine.

Victor Meyer, Nekrolog Ber. d. d. ch. Ges. XV, 3291.