ADB:Voorhout, Johannes

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Voorhout, Johannes“ von Hermann Arthur Lier in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 298, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Voorhout,_Johannes&oldid=- (Version vom 3. Dezember 2020, 01:23 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Vonwiller, David
Band 40 (1896), S. 298 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johannes Voorhout in der Wikipedia
GND-Nummer 135972965
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|40|298|298|Voorhout, Johannes|Hermann Arthur Lier|ADB:Voorhout, Johannes}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135972965}}    

Voorhout: Johannes V., Maler, geboren im J. 1647 „an den Uithoorn“ bei Amsterdam, † ebenda zwischen 1721 und dem Frühjahr 1723, ein Schüler Constantin Verhout’s und Johannes van North’s, war ein bei den Zeitgenossen beliebter Künstler, der so viel Bestellungen erhielt, daß ihm die Zeit fehlte, seinen Gemälden die erforderliche Durchbildung zu geben. Er ging anfangs von den Ueberlieferungen der holländischen Malart aus und erinnerte in seinen Tönen an die Weise der Rembrandt’schen Schule. Später aber verfiel er, in dem Bestreben, die Form zu verschönern, vollständig dem italienischen Manierismus, sodaß seine Erscheinung als typisch für die Verfallzeit der holländischen Malerei angesehen werden kann. Wer diesen historisch interessanten, ästhetisch aber höchst unerfreulichen Künstler kennen lernen will, kann dies am besten im Braunschweiger Museum thun, das vier Bilder von seiner Hand besitzt. Doch ist er auch in den Gemäldesammlungen zu Utrecht und Stockholm vertreten.

Vgl. Hamburgisches Künstler-Lexicon. Hamburg 1854. I, 277. – H. Riegel, Beiträge zur niederländischen Kunstgeschichte. Berlin 1882. II, 309–311. – A. Woltmann und K. Woermann, Geschichte der Malerei. Leipzig 1888. III, 732.