ADB:Voßberg, Friedrich August

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Artikel „Voßberg, Friedrich August“ von Ernst Friedländer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 367, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vo%C3%9Fberg,_Friedrich_August&oldid=- (Version vom 19. September 2020, 16:20 Uhr UTC)
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Voßberg: Friedrich August V. ist am 31. October 1800 zu Strzelno im Rbz. Bromberg geboren. Nachdem er auf den Schulen zu Graudenz, Marienwerder, Danzig und Königsberg Kenntnisse erworben und vom Frühjahr 1815 ab bis zum Juli 1818 seiner Dienstpflicht bei der Artillerie genügt hatte, arbeitete er seit dem November 1823 als Kanzlist und Registrator beim Geh. Finanzrath Langner in Posen und wurde am 2. December 1826 als Kanzleiassistent bei der Hauptbank in Berlin verpflichtet. Er rückte später zum Geheimen Registrator und 1865 zum Kanzleirath auf und starb am 26. Januar 1870. - Dieser schlichte Lebenslauf würde nicht die Aufnahme in die Allgem. Deutsche Biographie rechtfertigen, wäre V. nicht sein Leben lang als eifriger Sammler von Münzen und Siegeln und als Schriftsteller auf diesem Gebiete in hervorragender, das Maaß dilettantischer Beschäftigung weit hinter sich lassender Weise thätig gewesen, so daß die von ihm verfaßten vorzüglichen Bücher sich denn auch verdienten Ansehens erfreuen, namentlich durch die ihnen beigegebenen Tafeln mit schönen Münz- und Siegelabbildungen, die für die damalige Technik sehr gut zu nennen sind. Die Reihe seiner Publicationen, nach dem Jahr des Erscheinens geordnet, ist folgende: „Münzen und Siegel der preußischen Städte Danzig, Elbing, Thorn, sowie der Herzöge von Pomerellen im Mittelalter“ (1842); „Geschichte der Preuß. Münzen und Siegel von frühester Zeit bis zum Ende der Herrschaft des Deutschen Ordens“ (1848); „Die Siegel des Mittelalters von Polen, Litauen, Schlesien, Pommern und Preußen“ (1854); „Wappenbuch der Städte des Großherzogthums Posen“ (1866, Aufl. 200 Expl.); „Die Siegel der Mark Brandenburg. Nach Urkunden des Geh. Staats-Archivs, des Staats-Archivs zu Magdeburg, sowie städtischer und anderer Archive“. 1 Lief. 1868. Die umfangreichen Sammlungen von Gipsabgüssen, Zeichnungen und Notizen zu diesem Werke beruhen jetzt im Geh. Staatsarchive zu Berlin. Aus ihnen hat der Verein „Herold“ die 2. Lfg. des Buches i. J. 1887 herausgegeben.

Nach Acten der Kais. Reichsbank zu Berlin. – Otto Hupp, Die Wappen u. Siegel d. dtsch. Städte, Flecken u. Dörfer I. 1895.