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Artikel „Vetter, Franz Xaver“ von Heinrich Welti in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), S. 664, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vetter,_Franz_Xaver&oldid=- (Version vom 16. Juni 2019, 23:23 Uhr UTC)
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Band 39 (1895), S. 664 (Quelle).
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Vetter: Franz Xaver V., Operntenor, geboren 1800 zu Gmünd in Württemberg, war von seinem Vater, einem Cantor, zum Geistlichen bestimmt, versuchte aber, durch seine schöne Tenorstimme veranlaßt, früh sein Bühnenglück im Chor des Stuttgarter Hoftheaters. 1820 trat er in Augsburg sein erstes Engagement an. 1824 rückte er zum ersten Tenor des Leipziger Stadttheaters vor. Hier blieb er bis zum Sommer 1827, seine schönen Stimmmittel gewannen nach allen Berichten an künstlerischer Ausbildung, wenn auch im Ziergesang wie im Spiele ein völlig freies Verfügen ihm versagt blieb. Trotzdem vermochte er als Max, Adolar, Nadori, Huon sich die Liebe der Leipziger zu erringen und später wagte er sich sogar mit Erfolg an Masaniello, George Brown und Robert. 1827 wurde er in Darmstadt an Stelle des berühmten Wild verpflichtet. Nach Auflösung der großherzoglichen Oper im J. 1830 fand er in Stuttgart eine Stellung als erster Tenorist des Hoftheaters. Gastspiele führten ihn 1829 und 1833 nach Wien, 1832 Berlin, Leipzig und Weimar. Der Wohlklang und Volllaut feiner hohen Stimme, die Schlichtheit und Wärme seines Vortrags fanden überall Anerkennung. Sein Ende war traurig. Im Juli 1845 meldete die allgemeine musicalische Zeitung, daß er den Tod in den Fluthen des Neckars gesucht und gefunden habe.

Vgl. Blum-Herloßsohn-Marggraff, Allgemeines Theaterlexikon VII, 171. – Allgemeine musicalische Zeitung, Jahrgänge 1825–1838.