ADB:Vent, Hans Lorenz Andreas

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Artikel „Vent, Hans Lorenz Andreas“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), S. 606–607, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vent,_Hans_Lorenz_Andreas&oldid=- (Version vom 12. August 2020, 06:41 Uhr UTC)
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Vent: Hans Lorenz Andreas V., evangelischer Theologe, geboren am 10. April 1785 zu Hademarschen, Propstei Rendsburg (Schleswig-Holstein), wo sein Vater Prediger war († 1814), studirte Theologie und bestand 1809 das theologische Amtsexamen in Glückstadt. 1811 ward er gewählt zum Diakonus in Tellingstedt in Ditmarschen und nach des Vaters Tode ward er 1815 zu dessen Nachfolger ernannt. 1861 erhielt er den Charakter als Consistorialrath in Veranlassung seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums. 1863 emeritirt, siedelte er nach Itzehoe über und starb daselbst am 21. April 1879, 94 Jahre alt. – V. war in seiner Theologie entschieden orthodox. Er betheiligte sich an dem Harmsischen Thesenstreit für Harms mit der Broschüre: „An das Wahrheit suchende Publicum. Ueber die 95 Thesen des Pastors Harms“ 1818 und „Ueber Veranlassung und Nothwendigkeit der gegenwärtigen Glaubensfehde“ 1819. Von ihm ist ferner die im Perthes’schen Verlage erschienene, recht weit verbreitete Auswahl aus Luther’s Schriften: „Luther’s Werke in einer das Bedürfniß der Zeit berücksichtigenden Auswahl“ 1826. 10 Bde. Zweite Auflage 1827/28. Dritte Auflage 1844.

Für die Bibel- und Missionssache war V. sehr thätig. Unter anderem erschien von ihm „Nachricht und Erinnerung betreffend die Bibel- und Missionssache und deren gesegneten Fortgang in unseren Gegenden“ 1826. 248 S. Ferner gab er heraus: „Homiletisches Magazin über die evangelischen Texte des [607] ganzen Jahres“ 1829. 2 Bde. D. Rehhoff bearbeitete in derselben Weise später die epistolischen Texte, 1833. Mehrere Einzelpredigten von ihm sind gedruckt und „Sechszehn Confirmationsreden“, 1845; „Ein geistliches Taschenbuch für Dienende weiblichen Geschlechts“, 1834, und mehrere Tractate. Von 1826 an gab er ein „Religionsblatt“ in drei Jahrgängen heraus, dessen Redaction dann von den Flensburgischen Predigern Asschenfeldt, Volquardts und Callisen übernommen und viele Jahre hindurch fortgesetzt ward.

Lübker-Schröder, Schl.-Holst. Schriftstellerlexikon II, 649. – Alberti II, 504 und Forts. II, 338.