ADB:Manson, Jakob von

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Artikel „Manson, Jakob von“ von Carl von Landmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 248, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Manson,_Jakob_von&oldid=- (Version vom 19. Juni 2021, 09:35 Uhr UTC)
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Manson: Jakob v. M., baierischer General der Artillerie, geboren 1724 in der Provence, diente bis zum Ausbruche der Revolution in der französischen Armee. Mit 18 Jahren in die dortige Artillerie eingetreten, nahm er am österreichischen Erbfolgekriege und am siebenjährigen Kriege theil und arbeitete später unter Gribeauval in der Commission für Feststellung eines neuen Artilleriematerials. Der hohe Ruf, den M. als Artillerieoffizier genoß, machte es dem damaligen General möglich, bei seinem Austritte aus der französischen Armee sofort als Generallieutenant in russische Dienste aufgenommen zu werden. In dieser Stellung befehligte M. 1799 die Artillerie des mit den Russen unter Korsakow gemeinsam operirenden Emigrantencorps unter Condé in der Schweiz. Nach dem der Schlacht bei Zürich folgenden Rückzuge der russischen Armee erfolgte Manson’s Uebertritt in baierische Dienste, und wurde derselbe am 6. Februar 1800 zum Generallieutenant der Artillerie und Generaldirektor des Zeughauses und der Artilleriemagazine ernannt. Der ihn hier erwartenden schwierigen Aufgabe, das sehr vernachlässigte Artillerie- und Waffenwesen auf eine den Anforderungen des Krieges entsprechende Höhe zu bringen, zeigte sich M. im vollsten Umfange gewachsen. Mit außerordentlicher Energie betrieb er die Reorganisation der baierischen Artillerie, sorgte für deren zeitgemäße Vermehrung, für die Verbesserung des Materials und für die kriegsmäßige Ausbildung der Truppe, errichtete ferner die für eine Armee erforderlichen technischen Institute und Werkstätten. So gelang es ihm in kurzer Zeit, die baierische Kriegsverwaltung in Bezug auf Artillerie- und Waffenwesen unabhängig vom Auslande zu machen und die Grundlagen für die großen Leistungen der baierischen Artillerie in den damaligen Feldzügen zu schaffen. M. starb am 5. Januar 1809 zu München.

Schrettinger, Der baier. Militär-Max-Joseph-Orden und seine Mitglieder. München 1882.