ADB:Litschauer, Karl Joseph

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Litschauer, Karl Joseph“ von Moritz Blanckarts in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 783, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Litschauer,_Karl_Joseph&oldid=- (Version vom 3. August 2020, 10:20 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Litschower
Band 18 (1883), S. 783 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Karl Joseph Litschauer in der Wikipedia
GND-Nummer 11706453X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|18|783|783|Litschauer, Karl Joseph|Moritz Blanckarts|ADB:Litschauer, Karl Joseph}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=11706453X}}    

Litschauer: Karl Joseph L., Maler, geb. am 1. März 1830 zu Wien, † am 8. August 1871 zu Düsseldorf. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung in Wien, wo sein Vater als Beamter lebte, zuerst auf der k. k. Akademie, später im Atelier von Robert Waldmüller, ging aber infolge der politischen Ereignisse der J. 1848 und 49 nach Düsseldorf, wo er anfangs auf der Akademie und dann unter Tidemand’s Leitung arbeitete, bis er sein eigenes Atelier bezog. Seine zahlreichen Gemälde schildern theils kriegerische Scenen, wie „Die Flucht aus dem Kloster“, „Hinterhalt“ u. a., theils Falschmünzer, Wilddiebe, Alchymisten und Wucherer in ihrem heimlichen Treiben oder sie behandeln harmlosere Begebenheiten aus den Werkstätten der Künstler, Waffenschmiede, Juwelenhändler etc. Allen aber ist gute Zeichnung, harmonische Farbenstimmung und lebendige Auffassung nachzurühmen. Die meisten befinden sich in Privatbesitz, einige aber auch in öffentlichen Sammlungen, wie der k. k. Staatsgallerie des Belvedere in Wien, der nassauischen Landesgallerie in Wiesbaden u. a. – L. war seit 1864 Ehrenmitglied der k. Akademie der bildenden Künste zu Amsterdam und im Besitz der großen goldenen Medaille derselben.

M. Blanckarts, Düsseldorfer Künstler, Nekrologe aus den letzten 10 Jahren (Stuttgart 1877).