ADB:Kalteisen, Heinrich

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Kalteisen, Heinrich“ von Karl Werner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 41, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kalteisen,_Heinrich&oldid=- (Version vom 4. Dezember 2020, 02:40 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 15 (1882), S. 41 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich Kalteisen in der Wikipedia
GND-Nummer 119242737
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|15|41|41|Kalteisen, Heinrich|Karl Werner|ADB:Kalteisen, Heinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119242737}}    

Kalteisen: Heinrich K., geb. gegen Ende des 14. Jahrhunderts zu Ehrenbreitstein im Trier’schen, legte als Mitglied des Dominicanerordens seine Studien in Wien und Köln zurück, lehrte sodann an der Kölner Universität die heilige Schrift und bekleidete hierauf (bis a. 1424) das Amt eines Inquisitor generalis für Deutschland. Im J. 1431 wurde er zur Theilnahme an den Verhandlungen des Basler Concils berufen und hatte auf demselben a. 1433 eine dreitägige Disputation mit dem Hussitenpriester Ulrich von der Partei der Orphani de libera verbi Dei praedicatione zu führen, welche sich in Canisii Lectt. antiqq. und in den Concilienausgaben abgedruckt findet (ein Auszug derselben bei Werner, Gesch. d. apolog. u. polem. Lit. III, S. 654 ff.). Im J. 1437 scheint er dem Concil zu Ferrara-Florenz beigewohnt zu haben; wenigstens stand er bei Papst Eugen IV. in Gunst, der ihn zum Magister S. Palatii ernannte, welche Würde er 10 Jahre inne hatte. Papst Nikolaus V. erhob ihn zum Erzbischof von Drontheim und Cäsaria i. p. (1452). Gegen Ende seines Lebens zog er sich in ein Kloster seines Ordens zu Coblenz zurück, woselbst er am 2. Octbr. 1465 verstarb. Aus seinen Schriften (Verzeichniß derselben bei Echard et Quetif, Script. O. P. I., p. 829 ff.) heben wir außer der oben erwähnten Disputatio noch hervor: „Comm. in Sentt. Petr. Lomb.“; „Sermones sacri“; „De arte sermocinandi“; „Speculum devotionis rhythmicum cum aurea Fabrica“ (abgedruckt in des Dominicaners Fr. Steill Ephemerides dominicano-sacrae, Dillingen 1692).