ADB:Köstlin, Ernst Gottlob

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Köstlin, Ernst Gottlob“ von Richard Hoche in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 757, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:K%C3%B6stlin,_Ernst_Gottlob&oldid=- (Version vom 6. Februar 2023, 08:53 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Köstlin, Gottlieb
Band 16 (1882), S. 757 (Quelle).
Wikisource-logo.svg [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ernst Gottlob Köstlin in der Wikipedia
Wikidata-logo.svg Ernst Gottlob Köstlin in Wikidata
GND-Nummer 117530727
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|16|757|757|Köstlin, Ernst Gottlob|Richard Hoche|ADB:Köstlin, Ernst Gottlob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117530727}}    

Köstlin: Ernst Gottlob K., Schulmann (1780–1824), wurde am 30. Mai 1780 in Eßlingen als der Sohn des Stadtpfarrers M. Friedrich Köstlin (eines Vaterbruders von August K., s. o.) geboren. Von dem Vater vorbereitet, besuchte er die lateinische Schule in Eßlingen und seit 1795 das niedere Seminar in Blaubeuern; 1798 bezog er die Universität Tübingen, um vornehmlich Theologie zu studiren. Nach Beendigung seiner Studien zum Magister promovirt und auch bereits ordinirt, übernahm er zunächst 1802 eine Hauslehrerstellung in Wien, ging dann gegen Ende 1805 nach London und kam endlich gegen Ende 1806 über Amsterdam nach Hamburg. Hier lernte ihn Gurlitt (s. d.) kennen und zog ihn bereits im Juni 1807 als Lehrer an das Johanneum; 1809 wurde er Collaborator. Da wegen der französischen Verwaltung das Aufrücken in eine Professur sich nicht ermöglichen ließ, gab er zu Ostern 1811 sein Amt auf, um die Leitung eines Privatinstitutes zu übernehmen. Bereits 1813 mußte er dieses wieder aufgeben; er kehrte zunächst als Hilfslehrer an das Johanneum zurück, wurde 1815 ordentlicher Lehrer und 1819 Professor. Er starb am 25. Febr. 1824, als Mensch und Lehrer hochgeschätzt. Von seinen Schriften hat namentlich die Uebersetzung der Elegien des P. Lotichius Secundus, nach seinem Tode 1826 herausgegeben von seinem Schwager, dem bekannten Juristen Friedr. Bluhme, und die vorzügliche Arbeit: „Hamburg unter französischer Herrschaft“ in Luden’s Nemesis, Band 3 und 4, 1814 und 1815 dauernden Werth.

Programm des Johanneums, Ostern 1824. Neuer Nekrolog der Deutschen, Jahrg. 1826 (von Corn. Müller).