ADB:Freindaller, Franz Seraph Joseph

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Artikel „Freindaller, Franz Seraph. Joseph“ von Karl Werner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 347–348, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Freindaller,_Franz_Seraph_Joseph&oldid=- (Version vom 24. Februar 2020, 05:50 Uhr UTC)
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Freindaller: Franz Seraph. Joseph F., geb. am 2. Febr. 1753 zu Ybbs an der Donau, † am 25. Decbr. 1825, legte die Gymnasialstudien in Krems und Linz zurück, trat als 18jähriger Jüngling in das Chorherrenstift zu St. Florian ein, oblag nach beendetem Noviciate dem Studium der Theologie an der Wiener Universität, empfing 1776 die priesterlichen Weihen und wurde nach kurzer Uebung in der ländlichen Seelsorge als Lehrer der Theologie im Stifte verwendet, bis zum J. 1784, wo überhaupt die theologischen Klosterlehranstalten in Oesterreich aufhörten und die Klostergeistlichen zusammt dem Säcularclerus in den von Kaiser Joseph II. ins Dasein gerufenen Generalseminarien ihre theologische Bildung erhielten. Während dieser Zeit widmete sich F. wieder der Seelsorge, bewarb sich aber nach Aufhören der Generalseminarien auf Geheiß seiner Oberen um eine der dazumal an der Wiener Universität erledigten theologischen Lehrkanzeln; er erlangte 1793 die Professur der Dogmatik und wurde zugleich auch zum Prediger in der Universitätskirche bestellt. Im J. 1803 vertauschte er das akademische Lehr- und Predigtamt abermals mit dem seelsorgerlichen Berufe und wurde als Pfarrer zu Vöcklabruck in Oesterreich ob der Enns zeitweilig bairischer Unterthan, widmete sich als Schuldistrictsaufseher mit rühmlichem Eifer der Obsorge um das ländliche Volksschulwesen, wofür ihm auch ehrende Anerkennung zu Theil wurde; Kaiser Franz I., der mit seinen Verdiensten bekannt gemacht worden war, verlieh ihm die große goldene Ehrenmedaille. F. war ein Mann von ausgezeichneten praktischen Fähigkeiten; obwol es ihm an wissenschaftlichen Kenntnissen nicht gebrach, so hatte er doch eine entschiedene Vorliebe für praktisches Wirken, und suchte das Geschick hiefür auch unter seinen geistlichen Berufsgenossen zu fördern. Diesem Streben verdankte die von ihm gegründete und redigirte „Theologisch-praktische Monatschrift“ (1802–12) ihr Dasein, welche sich einer so beifälligen Aufnahme erfreute, daß sie, bei Zeitschriften unerhört, vier Auflagen erlebte; sie wurde von ihm nach mehrjähriger Unterbrechung 1821 unter dem Titel: „Quartalschrift für die katholische Geistlichkeit“ [348] wieder aufgenommen und bis zu seinem Todesjahre weiter geführt. Bezüglich seiner übrigen Schriften vgl. Wurzbach’s Biographisches Lexikon.