ADB:Eschenbach, Christian Ehrenfried

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Artikel „Eschenbach, Christian Ehrenfried“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 338, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eschenbach,_Christian_Ehrenfried&oldid=- (Version vom 21. Januar 2020, 10:57 Uhr UTC)
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Eschenbach: Christian Ehrenfried E., Arzt, den 20. August 1712 in Rostock geboren, widmete sich, auf Wunsch seines Vaters, dem Apothekerfache während eines fünfjährigen Aufenthaltes in Leipzig, wandte sich aber später in seiner Heimath, aus besonderer Neigung, dem Studium der Medicin zu, machte 1735 eine Reise nach Petersburg und practicirte dann in verschiedenen Gegenden Deutschlands; 1740 besuchte er die Niederlande und Paris, wo er sich, speciell unter Anleitung von Ferrein, vorzugsweise mit dem Studium der Anatomie und Chirurgie beschäftigte, kehrte 1742 nach Rostock zurück, ließ sich hier als Arzt und Docent nieder, wurde 1756 zum Professor der Mathematik und 1766 zum Professor der Medicin ernannt und ist am 23. Mai 1788 gestorben. Von seinen zahlreichen Schriften (zumeist kleinere Gelegenheitsschriften, deren vollständiges Verzeichniß sich in Biogr. méd Tom. IV. p. 52 findet) verdienen besonders zwei Arbeiten medicinisch-forensischen Inhaltes („Commentatio vulnerum utplurimum lethalium dictorum nullitatem demonstrans“, 1748, und „Medicinae legalis brevissimis comprehensa thesibus“, 1746, in 2. Aufl. 1778 – ein kurzes, aber brauchbares Compendium über die wichtigsten Gegenstände der gerichtlichen Medicin) und eine gegen den Oculisten Ritter Taylor gerichtete Streitschrift („Bericht von dem Erfolge der Operationen des englischen Oculisten Ritters Taylor in verschiedenen Städten Deutschlands, besonders in Rostock“, 1751) genannt zu werden, den er in Rostock, wohin Taylor zu dem an einer Augenkrankheit leidenden Herzoge berufen worden war, gemeinschaftlich mit Heister (vgl. den betr. Artikel) kennen gelernt hatte und dessen charlatanistisches Treiben aufzudecken E. sich gedrungen fühlte.

Ueber sein Leben vgl. Börner, Nachrichten, Bd. II. S. 535, Bd. III. S. 435.